Hochgenuss mit großen Musikern und noch größeren Instrumenten
„Unspielbar ist gar nichts“

Havixbeck -

Kann eine Tuba eigentlich liebenswert sein? Sicher ist: Aus ganz Deutschland stammen die Mitglieder des Melton Tuba Quartetts, das in der Anne-Frank-Schule einen wahren Tuba-Showdown abgeliefert hat. Stunden zuvor hatten die Gäste schon Blechbläsern in der Musikschule „Flöten“-Töne beigebracht.

Montag, 08.01.2018, 16:01 Uhr

Das Melton Tuba Quartett brachte seinem Publikum die „Föten“-Töne bei. Schon tagsüber hatten die vier Musiker bei einem Workshop für Blechbläser in der Musikschule begeistert. Im Konzert am Abend präsentierten Schüler und Lehrmeister dann sogar zwei Stücke gemeinsam.
Das Melton Tuba Quartett brachte seinem Publikum die „Föten“-Töne bei. Schon tagsüber hatten die vier Musiker bei einem Workshop für Blechbläser in der Musikschule begeistert. Im Konzert am Abend präsentierten Schüler und Lehrmeister dann sogar zwei Stücke gemeinsam. Foto: Maxi Krähling

Eine Tuba macht „Whup Whup“ und hat ansonsten mit Melodie nicht viel zu tun. Wer bisher dieser Auffassung war, dem brachte das Melton Tuba Quartett andere „Flöten“-Töne bei. Aus ganz Deutschland stammen die vier Mitglieder des hochkarätigen Ensembles, das am Wochenende im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule einen tief brummenden, fein klingenden und spaßigen Tuba-Showdown der besonderen Art ablieferte. Passend dazu der Konzerttitel: „Unspielbar ist gar nichts.“

„Wir möchten Ihnen zeigen, dass die Tuba viel wendiger, geschmeidiger und viel liebenswerter ist als vermutet“, versprach Hartmut Müller gleich zu Beginn dem großen Publikum. Zu Recht, war der Kontrabass-Tubist mit seinen drei Mitstreitern Prof. Jörg Wasmuth, Prof. Ulrich Haas (beide Euphonium und Basstuba) und Heiko Triebener (Basstuba) doch direkt mit dem „Washington Post March“ musikalisch eingaloppiert. Nur, um gleich mit dem „Baby Elephant Walk“ weiterzumarschieren. Einerseits passend für die Tubisten, wegen der rhythmischen, immer fortlaufenden Basis. Dennoch hat der „Baby Elephant Walk“ auch eine jazzige Hauptmelodie, die sich in die höheren Tonlagen hochschraubt. Aber für die vier Profimusiker alles kein Problem. Wer indes gedacht haben sollte, dass derartig kurze unterhaltenden Stücke alles seien, was mit der Tuba möglich ist, der irrte.

Immer schneller wird der wilde Tanz

„Wir können nicht nur Marsch, sondern auch virtuos, wir können Tarantella oder lyrisch“, machte Hartmut Müller weiter neugierig auf das, was noch kommen sollte. Und schon flogen bei der „Danza“ die Finger nur so über die Ventile und die Doppelzunge über die Mundstücke. Immer schneller wurde dieser wilde Tanz – bemerkenswert noch dazu, da die Musiker bis zu diesem Zeitpunkt alle Stücke im Stehen und auswendig gespielt hatten. Das ist bei einer 13 Kilogramm schweren Kontrabasstuba sicherlich kein Leichtes. Bemerkenswert ebenfalls dieser tolle Klang, den die vier Musiker ihren großen Instrumenten entlockten: natürlich tief und vollklingend, gleichzeitig super transparent. Immer war der Melodie leicht zu folgen. Was gar nicht selbstverständlich ist, könnten zwei große B-Tuben und zwei Euphonien das Forum ohne Weiteres zum Beben bringen.

Dazu kam das einwandfreie Spiel, teilweise der Tuba entsprechend tief und dunkel, aber auch bis in die höchsten Tonlagen, bei denen sich andere Blechbläser verschämt und gleichzeitig begeistert in die Ecke stellen würden.

Akteure stellen ihre Profession bei jedem Stück unter Beweis

So stellten die Akteure ihre Profession bei jedem Stück unter Beweis. Sowohl bei für Tuba-Quartett arrangierten Stücken als auch bei Originalkompositionen und sogar bei Stücken, die für die Tuba weder gemacht und eigentlich nicht spielbar sind.

Trotz der großen Instrumente machte das Melton Tuba Quartett aus seinem Konzert eine lustige und unterhaltsame Bühnen-Show, bei der die Musiker viele Musikgenres bedienten und pointiert erklärten.

Unvergesslich für die Tagesschüler

Auf Einladung des Jugendorchesters Havixbeck war das Melton Tuba Quartett in die Baumberge gekommen. Einerseits, um abends das Konzert der Jubiläumstournee zum 30. Bühnenjubiläum des Quartetts zu spielen. Andererseits, um tagsüber einen Workshop für Blechbläser in der Musikschule abzuhalten. Viele waren dafür nach Havixbeck gekommen. Mit ihnen präsentierte das Quartett beim Konzert dann auch zwei Stücke in einer 28-köpfigen Blechbläserbesetzung.

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Konzert des Melton-Tubaquartetts

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