Französisch hört sich klasse an
Junger Franzose begeistert Schüler

Havixbeck -

Julian Lesieur, 27 Jahre alt, war gerade mit dem „FranceMobil“ zu Gast in der Anne-Frank-Schule. Die Fünfklässler hatten das Vergnügen, ihn kennenzulernen – und waren hin und weg.

Freitag, 12.01.2018, 19:01 Uhr

Lehrerin Barbara Job (l.) freute sich mit den Fünftklässlern über den Besuch von Julian Lesieur (erste Reihe, Mitte), der mit dem FranceMobil in die Schule gekommen war.
Lehrerin Barbara Job (l.) freute sich mit den Fünftklässlern über den Besuch von Julian Lesieur (erste Reihe, Mitte), der mit dem FranceMobil in die Schule gekommen war. Foto: Anne-Frank-Schule

Spannenden Besuch erhielt am Donnerstag die Anne-Frank-Gesamtschule. Kurz vor dem deutsch-französischen Jahrestag am 22. Januar – an dem Tag wurde 1963 der Élysée-Vertrag als Grundlage der deutsch-französischen Freundschaft unterzeichnet – kam Julian Lesieur mit dem „ FranceMobil “ nach Havixbeck. Französischlehrerin Barbara Job hatte das Mobil angefragt. Ziel: Die Sprache des Nachbarlandes noch stärker ins Bewusstsein der Schüler zu rufen. „Ohne Kommunikation gibt’s schließlich auch keine Freundschaft!“, unterstrich Schulleiter Dr. Torsten Habbel. Das Angebot richtete sich an alle Fünftklässler.

„Bonjour“, so tönte es über den Schulhof, als das FranceMobil mit Julian Lesieur, 27 Jahre alt und natürlich Franzose, am Steuer einrollte. Seit September besucht Lesieur Schulen in ganz NRW. „Ein tolles Angebot, um Schülerinnen und Schüler des fünften Jahrgangs, die kurz vor der Wahl ihres Wahlpflichtfaches stehen, für das Fach Französisch zu begeistern“, wird Barbara Job im Pressetext zitiert. Auch Abteilungsleiterin Vera Thomas freute sich über diese Möglichkeit: „Julian Lesieur hat den Kindern Sprache und Land spielerisch und sehr motivierend nähergebracht und wertvolle Tipps zur Fremdsprachenwahl gegeben.“

Im Französisch-Raum wurde den Kindern unter Verwendung zahlreicher Medien und mit viel Musik ein abwechslungsreiches Programm geboten, um Neugier und Spaß an der französischen Sprache zu wecken. Bei Präsentationen, in Dialogen, mit Liedern und bei Spielen wurden sie fast ausschließlich auf Französisch angesprochen und hatten viel Spaß an dieser ungewöhnlichen Veranstaltung. Die Schulleitung würde sich sehr freuen, wenn das France­Mobil jedes Jahr zur AFG kommen könnte. Denn, so Thorsten Habbel, „die Nachfrage ist groß“.

Veranstaltet und finanziert werden die Einsätze des Mobils durch das Deutsch-Französische Jugendwerk (DFJW) und das Institut Français Deutschland mit Unterstützung der Robert Bosch Stiftung. Französische Lektorinnen und Lektoren fahren ein Jahr lang durch Deutschland.

Julian Lesieur hat nach Angaben der Gesamtschule im Kulturmanagement bei Microsoft in Münster gearbeitet und sich darüber hinaus in verschiedenen Vereinen für den Jugendaustausch engagiert. Nun ist er als Lektor an Schulen in Nordrhein-Westfalen unterwegs, um deutsche Schülerinnen und Schüler im France­Mobil zum Erlernen seiner Muttersprache zu motivieren.

Habbel: „Übrigens tun dies deutsche Lektoren in Frankreich auch in einer entsprechenden ,mobilklasse‘, um das Erlernen der deutschen Sprache im Nachbarland zu fördern. Beide Initiativen wurden 2004 mit dem Adenauer-de Gaulle-Preis ausgezeichnet.“

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