Neue INCA-plus-Projekte
Miteinander etwas unternehmen

Havixbeck -

Den beiderseitigen Austausch zwischen Neu- und Alt-Havixbeckern möchte die Flüchtlingsinitiative „INCA plus“ fördern. Dazu dienen sechs Projekte, die im Rahmen des Bundesprogramms „500 Landinitiativen“ unterstützt werden.

Mittwoch, 28.03.2018, 20:03 Uhr

Künftig können drei Flüchtlinge ihre Ausbildungsstellen in den Nachbarorten per E-Bike besser erreichen. Über das Plus an Mobilität freuten sich Jan-Christopher Hensmann (l.) von „Radkult“ und Vertreter der Initiative „INCA plus“ bei der Übergabe der Räder.
Künftig können drei Flüchtlinge ihre Ausbildungsstellen in den Nachbarorten per E-Bike besser erreichen. Über das Plus an Mobilität freuten sich Jan-Christopher Hensmann (l.) von „Radkult“ und Vertreter der Initiative „INCA plus“ bei der Übergabe der Räder. Foto: INCA plus

Auf vielfältigen Ebenen unterstützt „INCA plus – offenes Havixbeck“ Flüchtlinge bei der Integration in die Dorfgemeinschaft. Ein wichtiges Anliegen ist den Ehrenamtlichen, dass neu in den Ort kommende Menschen sich rasch und gut in das Gemeindeleben eingliedern. Im beiderseitigen Austausch sollen Neu- und Alt-Havixbecker Kontakte aufbauen. Hilfe dabei bietet das Programm „500 Landinitiativen“, aus dem INCA plus jetzt Fördermittel in Höhe von insgesamt 10 000 Euro erhielt.

Angebote im Bereich Kultur und Sport, praktische Lebenshilfe, gemeinsames bürgerschaftliches Engagement und Netzwerkarbeit von ehrenamtlichen Initiativen im ländlichen Raum werden durch Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft gefördert. Sechs Projekte konnte INCA plus dank der bereitgestellten Gelder neu starten.

Wenn es darum geht, eine Ausbildung erfolgreich zu meistern oder eine Arbeitsstelle anzutreten, ist die Mobilität ein wichtiger Punkt. Aber was tun, wenn die Arbeitsstelle mit Bus und Bahn nur sehr umständlich oder gar nicht zu erreichen ist? Durch die Förderung von „500 Landinitiativen“ und mit Unterstützung der Firma „Radkult“ konnte INCA plus drei gebrauchte E-Bikes kaufen und diese Flüchtlingen auf Zeit zur Verfügung stellen.

„Das ist kein Luxus. Die Räder sind zweckgebunden. Sie sollen ermöglichen, dass die drei jungen Männer ihre Ausbildung weiter fortsetzen können“, betont Andreas Tinnefeld, Sprecher von INCA plus. Ihre Arbeitsstellen in Bösensell und Nottuln könnten die Auszubildenden nun endlich einfacher erreichen.

Der Nähkurs mit Flüchtlingsfrauen ist eines der sechs Projekte von INCA plus, die durch das Programm „500 Landinitiativen“ mit Bundesmitteln gefördert werden.

Der Nähkurs mit Flüchtlingsfrauen ist eines der sechs Projekte von INCA plus, die durch das Programm „500 Landinitiativen“ mit Bundesmitteln gefördert werden. Foto: INCA plus

Bereits abgeschlossen ist der Orientierungskurs „Leben in Deutschland“, der Sprach- und Kulturvermittlung beinhaltete. Das Projekt „Arabisch lernen mit Flüchtlingskindern“ wird von einer Lehrerin geleitet, die selbst aus Syrien geflüchtet ist. „Das Erlenen der Muttersprache auch in der Schriftform ist für die Kinder sehr wichtig“, erklärt Majda Mchiche, stellvertretende Sprecherin von INCA plus. Das Wissen um die eigene Sprache erleichtere auch das Erlernen der deutschen Sprache.

Gestartet wurde ein Nähkurs mit Flüchtlingsfrauen. Mit großer Freude nähen die Teilnehmerinnen an geliehen oder gespendeten Nähmaschinen im INCA-plus-Treff an der Altenberger Straße. Dieser Kurs soll später in einen offenen Nähtreff übergehen.

Das Miteinander der Menschen in Havixbeck soll beim „Kochen mit Flüchtlingen“ gefördert werden. Vereine und Gruppen sind an vier Terminen aufgerufen, mit Flüchtlingen gemeinsam einen Kochabend zu gestalten.

Schließlich wird noch das „Kulturprogramm für Flüchtlinge“ mit Geldern des Förderprogramms „500 Landinitiativen“ unterstützt. Ermöglicht werden zum Beispiel Theater- und Museumsbesuche.

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