„Törchen“ spielte Komödien
Rasante Irrungen und Wirrungen

Havixbeck -

Einen abwechslungsreichen und charmanten Abend bereitete die Theatergruppe „Das Törchen“ dem Publikum. Gleich zwei Komödien führten die Schauspieler auf.

Sonntag, 15.04.2018, 20:04 Uhr

Zum ersten Mal wirkte Mußa Isakov (Mitte) in einer Törchen-Aufführung mit. Hier steht er mit Susanne Westhoff und Sebastian Rosendahl auf der Bühne.
Zum ersten Mal wirkte Mußa Isakov (Mitte) in einer Törchen-Aufführung mit. Hier steht er mit Susanne Westhoff und Sebastian Rosendahl auf der Bühne. Foto: Maxi Krähling

Ein Schuss im Dunkeln und schon beginnt sich das Karussell der Missverständnisse und Zufälle zu drehen: Zunächst ein toter Ehemann, später ein weiterer, ein Dieb in einer Standuhr, eine in Sorge um den Liebsten aufgelöste Ehefrau, ein Hausherr bereit zum Ehebruch, mehrere Affären und Liebhaber, ein bisschen Alkohol, ein großes rotes Sofa und diverse Telefongespräche – abwechslungsreicher und charmanter hätte das Törchen den Samstagabend nicht gestalten können. Ein Abend voller Irrungen und Wirrungen, verpackt in zwei Komödien, stand im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule auf dem Programm. Und das brachten die Schauspieler der Havixbecker Theatergruppe überaus perfekt und überzeugend auf die Bühne.

Denn zuerst hatte Hausherrin Penelope (Daniela Rosendahl) nur ganz aus Versehen ihren Gatten Harry erschossen: „Ein unglücklicher Zufall“ von James Saunders. Wo andere den Griff zum Telefon tätigen, um die Polizei zu rufen, klingelt sie ihre Nachbarin Camilla (Johanna Schuppert) herbei. „Mir ist da was Ärgerliches passiert“, deutet Penelope die Notwendigkeit zur Hilfe mehr als nur wage an.

Also gibt es Sekt und einen Krimi im Fernsehen, bevor Camilla dann doch das menschenförmige Bündel hinter dem roten Sofa entdeckt. Ab da redet sich Gattenmörderin Penelope um Kopf und Kragen. Für alles findet sie Ausflüchte, verstrickt sich in Widersprüche. Auch als Nachbar Robert (Erwin Woltering) dazukommt, wird es nicht besser. Penelope findet immer wieder Rechtfertigungen wo ihr Mann sei, was das für ein Bündel hinter dem Sofa sei und was die Pistole auf der Minibar zu suchen habe. Ein schneller, witziger und manchmal auch wahnsinniger Dialog entspinnt sich. Denn einerseits wirkt Penelope verzweifelt, dann wieder glücklich und gelöst – wirklich gut gespielt von Daniela Rosendahl und ihren Mitstreitern. Am Ende liegt Robert ebenfalls tot neben Harry – eben alles nur ein unglücklicher Zufall.

„Das Törchen“ spielt zwei Komödien

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Soweit die erste Komödie des Abends. Denn dann legten die Schauspieler des Törchens noch einen Gang zu und eine Schippe oben drauf. Ist die Katze aus dem Haus, tanzen die Mäuse auf dem Dach – im wahrsten Sinne des Wortes. In „Der Dieb, der nicht zu Schaden kam“ von Dario Fo schleicht besagter Dieb (Sebastian Rosendahl) in einem Haus herum auf der Suche nach Beute. Das Telefonklingeln stört ihn bei seiner Arbeit. Weil es nicht abbricht, geht er dran. Wer da? Seine Frau Maria (Laura Kleimann), sie macht sich Sorgen. Als ob das nicht genug ist, kommt auch noch der eigentliche Hausherr (Thomas Brieden) mit seiner Geliebten (Louise Lejeune) unerwartet nach Hause. Also heißt es ab in die Standuhr für den Dieb. Auf dem Sofa wird geturtelt, in der Standuhr gewartet und das laute Bimmeln der Uhr ertragen. Schließlich fällt der Dieb doch irgendwann aus der Uhr heraus – vor die Füße des verbotenen Liebespaares.

Ab da beginnen die Missverständnisse und Verwechslungen. Es gibt Morddrohungen, Rangeleien, immer mehr Personen kommen hinzu, die die Situation noch undurchsichtiger machen. Überaus witzige Dialoge werden geführt, schnelle Wendungen der Geschichte nehmen ihren Lauf, die Schauspieler nutzen die ganze Bühne und ihr ganzes Repertoire an Gesten, Mimik und Sprache.

Zum Schluss kennt jeder jeden und alle schreien sich an. Ein herrlicher Schluss für eine rasante Komödie, die beim Publikum mehr als gut ankam.

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