Theater an der AFG
Hoffnung auf ein Leben in Freiheit

Havixbeck -

„Ich.Anne“ – ein bewegendes Theaterstück über das Leben von Anne Frank. Die Schüler der AFG sahen es und diskutierten eifrig.

Mittwoch, 25.04.2018, 20:04 Uhr

Anne und Peter treffen sich auf dem Dachboden im Versteck im Hinterhaus. Dort können sie ungestört miteinander reden – und von einer angstfreien Zukunft träumen.
Anne und Peter treffen sich auf dem Dachboden im Versteck im Hinterhaus. Dort können sie ungestört miteinander reden – und von einer angstfreien Zukunft träumen. Foto: AFG

Einen beeindruckenden Einblick in das Leben von Anne Frank, die sich während des Zweiten Weltkrieges zwei Jahre mit ihrer Familie in Amsterdam in einem Hinterhaus vor den Nationalsozialisten verstecken musste, erhielten die Schülerinnen und Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) bei dem Theaterstück „Ich.Anne“ im Forum der Schule. Emily Stevermüer, Vorsitzende der Fachkonferenz Gesellschaftslehre, hatte die Theatergruppe „Kulturschule“ aus Leipzig nach Havixbeck eingeladen.

Sehr still war es im Forum, als die 120 Schülerinnen und Schüler Anne und Peter auf dem Dachboden ihres Verstecks erlebten, wie sie bangten und wie sie hofften auf ein schnelles Ende des Krieges und auf ein Leben in Freiheit. „Ich werde Schriftstellerin, ich werde mein Tagebuch zu einem Roman umarbeiten und dann berühmt werden“, war sich das junge Mädchen sicher.

Immer wieder wurde das Stück unterbrochen durch das Auftreten der realen Gefahr in Person eines SS-Offiziers. Zum Schluss nahm dieser – nachdem die Familie Frank verraten worden war – Anne gefangen. Mit ihrer Familie wurde sie nach Auschwitz deportiert. Im Konzentrationslager Bergen-Belsen starb Anne Frank. Nur ihr Vater überlebte den Holocaust.

Nach dem Theaterstück hatten die Schülerinnen und Schüler noch die Gelegenheit, mit den Schauspielerinnen und Schauspielern der Kulturschule Leipzig zu reden. Zunächst ging es um das Theaterstück und um das Leben von Anne Frank. Schnell sprachen Schauspieler und Schüler aber über die heutige Zeit, über heutigen Antisemitismus und über Ausländerfeindlichkeit, über Tendenzen der Ausgrenzung von Menschen, nur weil sie anders sind.

In diesem Zusammenhang kritisierten die Schauspieler auch die kürzlich stattgefundene Echo-Verleihung an zwei sogenannte „Gangster-Rapper“, die sich in ihren Songs deutlich abfällig über Gefangene des Konzentrationslagers Auschwitz äußerten und immer wieder herablassende Anspielungen auf Juden machten. Deutlich wurde: Die Geschichte von Anne Frank ist auch heute noch – 70 Jahre danach – aktuell.

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