Übung der Feuerwehr
Unter extremen Bedingungen

Havixbeck -

Feuerwehrleute können sich weder die Stunde noch die Bedingungen für ihre Einsätze aussuchen. Sie müssen ran, wenn der Alarm geht.

Sonntag, 27.05.2018, 16:00 Uhr

Auf Knien robbend, mussten sich zwei Feuerwehrmänner durch das große (verqualmte) Lager bewegen, um die vermisste Person zu finden.
Auf Knien robbend, mussten sich zwei Feuerwehrmänner durch das große (verqualmte) Lager bewegen, um die vermisste Person zu finden. Foto: Maxi Krähling

Ein riesiges Feuer, eine vermisste Person, überall Qualm und Rauch, dazu 30 Grad Sommerwetter – die Feuerwehrkameraden aus Havixbeck kamen an ihre Belastungsgrenze. Die Wehrleute waren nämlich am Samstagnachmittag zu einem Großbrand ins Havixbecker Gewerbegebiet gerufen worden. Der Malerbetrieb Krawinkel stand in Flammen. Zum Glück nur fiktiv, denn die Feuerwehrkameraden des Löschzugs Havixbeck rückten zu einer Übung aus.

Diese hatten der Leiter der Freiwilligen Feuerwehr , Christian Menke , und Kreisbrandmeister Christoph Nolte, bewusst geheim gehalten. So wussten die anrückenden Feuerwehrmänner und -frauen zunächst nicht, welche Situation sich ihnen am Firmengelände bieten würde. Firmenchef Maik Krawinkel konnte Einsatzleiter Johannes Pauß mitteilen, dass sich eine Person noch im Gebäude befinden würde. Deshalb rückten umgehend zwei Feuerwehrmänner unter Atemschutz in die Lagerhalle vor.

Großübung der Feuerwehr Havixbeck

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Wegen der großen Fläche der Halle und der starken, wenn auch nur gespielten, Rauchentwicklung, war es für die beiden Männer nicht leicht, sich durch die Gänge aus Metallregalen, voll mit Farbeimern, Lacken und anderem Malerbedarf, voranzutasten. Zum Glück konnte die vermisste und verletzte Person durch Rufen auf sich aufmerksam machen. So ging die Rettung zügig und problemlos vonstatten. Dennoch kamen die Kameraden unter ihren schweren Ausrüstungen und bei dem heißen Wetter sehr ins Schwitzen.

Obwohl von draußen insgesamt von vier Seiten zu löschen versucht wurde, ging das Feuer in einen Vollbrand über. So kämpften insgesamt 24 Feuerwehrleute bei der Übung darum, Personen zu retten und den Brand einzudämmen. Denn auch die Nachbargebäude mussten geschützt werden. Außerdem halfen Rettungssanitäter des Malteser Hilfsdienstes bei der Übung. Sie versorgten die verletzte Person nach der Bergung.

„Mein Dank geht an alle, die hier geschwitzt haben“, sagte Kreisbrandmeister Christoph Nolte bei der Nachbesprechung. Insgesamt sei die Übung gut verlaufen. Das größte Manko sei die Tagesverfügbarkeit. Eine Mannstärke von 24 sei für ein Gebäude dieser Größe bei einem realen Brand fast zu wenig.

„Dennoch hätten wir das Gebäude auch mit dieser Mannstärke gelöscht bekommen“, ordnete Christian Menke die Arbeit seiner Kameraden ein. „Wichtig bei dieser Übung war auch die neue Atemschutzüberwachung und die Arbeit mit der Funküberwachung. Die hat gut funktioniert“, so Menke.

Danach ging es für die Feuerwehrkameraden ans Aufräumen. Ohne, dass Familie Krawinkel die Asche ihres Unternehmens zusammenfegen musste.

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