Glasfaser-Ausbau
Hoffen auf etliche Nachzügler

Havixbeck -

Ob ein Glasfasernetz in der Gemeinde Havixbeck ausgebaut wird oder nicht, ist weiterhin offen. Nachdem die Nachfragebündelung nicht genügend Anträge erbrachte, laufen nun Gespräche über einem Teilausbau.

Freitag, 08.06.2018, 06:00 Uhr

Die erforderliche Quote für den Ausbau des Glasfasernetzes wurde während der Nachfragebündlung nicht erreicht. Untersucht wird derzeit, ob ein Teilausbau infrage käme.
Die erforderliche Quote für den Ausbau des Glasfasernetzes wurde während der Nachfragebündlung nicht erreicht. Untersucht wird derzeit, ob ein Teilausbau infrage käme. Foto: Klaus Meyer

Ob ein Glasfasernetz in der Gemeinde Havixbeck durch die Deutsche Glasfaser ausgebaut wird oder nicht, bleibt weiterhin offen. Fakt ist, dass auch die noch einmal verlängerte Nachfragebündelung nicht die erforderliche Anzahl an Anträgen einbrachte. Derzeit laufen Überlegungen, ob sich ein Teilausbau realisieren lässt.

Wie Projektleiter René Fuchs auf Nachfrage unserer Zeitung am Donnerstag mitteilte, seien 34 Prozent erreicht. „Das ist nicht das Ziel, das wir uns mit den Investoren gesetzt haben, aber wir hoffen noch auf Nachzügler“, so Fuchs. 1400 Verträge lägen vor. Wenn Havixbeck es ist nicht schaffen würde, dann wäre der Ort der Einzige im Kreis Coesfeld, der nicht von der Deutschen Glasfaser beliefert würde.

Andersrum wird überlegt, ob ein Teilausbau für Havixbeck in Frage käme. „Dies ist aber auch schwierig, da kaum ein Schwerpunkt in der Ortslage zu erkennen ist“, erklärte Fuchs die Überlegungen.

Aus dem Stiftsdorf Hohenholte sei ein ordentlicher Zuspruch zu verzeichnen. Dort sei aktiv an dem Projekt mitgearbeitet worden. Weiterhin soll am Servicepunkt und an der Haustür dafür geworben werden. „Wir wollen Havixbeck für die Zukunft rüsten“, so René Fuchs. Bis Ende Juni werden Verträge angenommen.

In einem Brief, der in dieser Woche an die Haushalte verteilt wurde, erklärt Fuchs: „Wir haben unser gestecktes Ziel noch nicht erreicht.“ Dafür hätten 40 Prozent aller Haushalte in Havixbeck und Hohenholte bis zum 28. Mai einen Antrag auf einen eigenen Glasfaseranschluss einreichen müssen.

Das Unternehmen weist in dem Schreiben darauf hin, dass es bisher im Kreis Coesfeld immer Erfolg mit seinen Nachfragebündelungen gehabt hätte. Deshalb werde jetzt versucht, auch für Havixbeck eine Lösung zu finden. „Immerhin haben sich 1400 Haushalte für die neue Infrastruktur entschieden. In Hohenholte waren es sogar weit über 50 Prozent aller Haushalte, die einen Antrag eingereicht haben“, schreibt René Fuchs.

Ob ein Teilausbau in Havixbeck umgesetzt werden könnte, überlegt die Deutsche Glasfaser derzeit mit ihren Investoren. Dieses würde aber auch bedeuten, dass auch in Zukunft kein flächendeckender Glasfaserausbau realisiert werden würde und nicht ganz Havixbeck eine Alternative zum aktuellen Breitbandnetz bekäme.

Durch Gespräche mit der Gemeinde und Verantwortlichen aus dem Bereich Bau und Planung im Unternehmen zöge sich diese Entscheidung noch einige Tage hin. Daher bleibe die Deutsche Glasfaser bis zum 29. Juni weiter als Ansprechpartner vor Ort. „Sollten bis zu diesem Termin die fehlenden Verträge noch zusammenkommen, können Havixbeck und Hohenholte doch noch komplett ausgebaut werden“, so René Fuchs.

Zum Thema

Der Servicepunkt der Deutschen Glasfaser, Altenberger Straße 16, ist freitags von 14 bis 19 Uhr geöffnet.

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