Baumberger-Sandstein-Museum
Teitekerlken weisen Kindern den Weg

Havixbeck -

Das Konzept für die neue Dauerausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums überzeugte die Mitglieder des Ausschusses für Wirtschaftsförderung, Fremdenverkehr und Kultur der Gemeinde Havixbeck. Jetzt soll es weiter qualifiziert werden.

Mittwoch, 20.06.2018, 06:00 Uhr

Der „Tisch des Forschers“ ist eine der Mitmach-Stationen in der möglichen neuen Dauerausstellung des Sandstein-Museums.
Der „Tisch des Forschers“ ist eine der Mitmach-Stationen in der möglichen neuen Dauerausstellung des Sandstein-Museums. Foto: Impuls-Design

„Das Baumberger-Sandstein-Museum hat eine schöne, wertvolle Sammlung, die viele Geschichten erzählen lässt“, erläuterte Kathrin Meyer von der Impuls-Design GmbH am Montagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung Fremdenverkehr und Kultur. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Sven Klomp und unter Mitwirkung von Museumsleiter Dr. Joachim Eichler hat sie das neue Konzept für die Dauerausstellung des Museums erstellt.

Gegenüber der bisherigen Präsentation, die seit der Eröffnung des Museums im Jahr 1994 kaum Veränderungen erfahren hat, wurde die Ausstellung völlig neu konzeptioniert. Künftig betreten die Besucher das Museum vom Innenhof aus durch das große Tennentor. Zentrales Element wird auf der Tenne das vervollständigte Maßwerkfenster aus St. Lamberti Münster sein. Sieben Exponate mit den zugehörigen Geschichten sollen dazu einladen, in das Thema Baumberger Sandstein tiefer einzusteigen. Grafiken und Fotos tragen dazu bei, dass sich der Ursprung der Objekte erschließt.

Über die Themenbereiche Transport und Wegebilder gelangen die Besucher auf ihrem Rundgang zum „Tisch des Forschers“. Hier beginnt der Mitmach-Bereich. Mit einfachen Aufgabenstellungen und Rätseln werden die Gäste an das vergleichende das Arbeiten des Forschers herangeführt.

Weiter geht es in den Experimentier-Werkstatt, die ihrem Platz im Bereich des heutigen Museumsshops finden wird. Als außerschulischer Lernort soll die Werkstatt zum Ausprobieren und Mitmachen animieren. „Wir versuchen, über verschiedene Wege Zugang zu schaffen, um das Thema spannend zu machen“, erklärte Kathrin Meyer.

Der zweite Teil der neuen Dauerausstellung befindet sich im Obergeschoss. Auf einer Art Zeitstrahl geht es durch die Bauepochen. Farbcodes erleichtern den Besuchern die Orientierung und verweisen bei Exponaten an anderer Stelle im Museum wieder auf die Baustile.

Eine besondere Aufgabe übernehmen die Teitekerlken in der neuen Dauerausstellung. Die kleinen Sagengestalten, die in den Steinbrüchen ihr Unwesen trieben, werden die Kinder durch das Museum führen. Mit phos­pho­res­zie­render Farbe an die Wand gepinselt, können die Teitekerlken nur von im Schein von UV-Taschenlampen entdeckt werden.

„Wir wollen die Kosten für die Zugangskontrolle sparen und das Geld lieber in die Ausstellung investieren“, hält Kathrin Meyer wenig von einer technischen Lösung. Vielmehr soll ein Schild die Besucher daran erinnern, eine Eintrittskarte zu kaufen. „Es sind drei Prozent, die nicht zahlen“, gab Sven Klomp die Erfahrungen anderer Museen wieder.

Einstimmig bei einer Enthaltung sprachen sich die Ausschussmitglieder dafür aus, die Umgestaltung der Dauerausstellung auf der Grundlage des vorgestellten Konzepts weiter zu qualifizieren.

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