Preis für Zivilcourage
Das Miteinander ideenreich gefördert

Havixbeck -

„Es gibt nichts, was uns nicht angeht.“ Dieses Zitat von Heinrich Böll stellte Christa Degemann-Lickes vom Friedenskreis in ihrer Rede wie ein Motto über die Veranstaltung der Schülervertretung (SV) der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) zur Verleihung des Preises für Zivilcourage.

Donnerstag, 19.07.2018, 07:00 Uhr

Die Schülergruppe der Klasse 5.3 nahm den Preis für Zivilcourage entgegen. Den Mädchen und Jungen gratulierten vom Friedenskreis (v.l.) Roger Reinhard, Klaus-Gerd Greiff und Christa Degemann-Lickes (r.) sowie Schulleiter Dr. Torsten Habbel (2.v.r.).
Die Schülergruppe der Klasse 5.3 nahm den Preis für Zivilcourage entgegen. Den Mädchen und Jungen gratulierten vom Friedenskreis (v.l.) Roger Reinhard, Klaus-Gerd Greiff und Christa Degemann-Lickes (r.) sowie Schulleiter Dr. Torsten Habbel (2.v.r.). Foto: AFG

Seit dem Jahr 2003 verleiht die Schule einen Preis für Zivilcourage. Seit 15 Jahren werden jährlich Schülerinnen und Schüler ausgezeichnet, die sich couragiert für andere Mitschüler engagiert und dabei auch eigene Nachteile und Widerstände in Kauf genommen haben.

Bei der SV gehen die Vorschläge für die Preisverleihung für Zivilcourage ein. Daraus entwickelt sie drei Vorschläge, die sie der Schulkonferenz vorlegt. Die Schulkonferenz, in der Lehrer, Eltern und Schüler sitzen, kürt dann den Preisträger.

Unter den Vorgeschlagenen war Simon Hanning, der einem Mitschüler half, der von anderen drangsaliert wurde. Auch die Klasse 9.3 setzt sich ein, und zwar für ein Mädchen aus dem Süd-Niger, dass sie seit dem fünften Schuljahr mit einer Patenschaft unterstützt. So kann dieses Kind zur Schule gehen und muss keinen Hunger leiden.

Gewinner des Preises für Zivilcourage war eine Schülergruppe aus der Klasse 5.3: Yannick Koch, Jannes Steibel, Luisa Spindelndreier, Julias Reimann, Luzia Welting, Fine Arning und Martin Kunert setzten sich aktiv und in Kooperation mit der Schulsozialpädagogin Bernadette Klaus für das Miteinander aller Schülerinnen und Schüler ein und bezogen alle in ihren Besonderheiten mit ein.

Besonders beeindruckte die Jury, mit welcher Professionalität die Zehnjährigen dabei Feedback und Rat bei Bernadette Klaus einholten und wie selbstständig und ideenreich sie immer wieder neue Aktionen entwickelten.

Stolz zeigte sich Schulleiter Habbel angesichts der Preisträger: „Ich freue mich sehr über euer Engagement. Wir brauchen euch, die Gesellschaft braucht euch.“

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