Kulturraum im Sandstein-Museum
Fertigstellung im Juli 2020

Havixbeck -

Konzerte, Theateraufführungen und Tagungen sollen in Zukunft in der Sandsteinscheune des Baumberger-Sandstein-Museums stattfinden. Über die Umgestaltung und Ausstattung des Gebäudes diskutierte der Museumsbeirat.

Donnerstag, 19.07.2018, 20:00 Uhr

Die Aufteilung der Sandsteinscheune wurde während der letzten Sitzung des Museumsbeirats diskutiert. 120 Besucher hätten dort bei einer Reihenbestuhlung Platz.Die Aufteilung der Sandsteinscheune wurden während der letzten Sitzung des Museumsbeirats diskutiert. 120 Besucher hätten dort bei einer Reihenbestuhlung Platz.
Die Aufteilung der Sandsteinscheune wurde während der letzten Sitzung des Museumsbeirats diskutiert. 120 Besucher hätten dort bei einer Reihenbestuhlung Platz.Die Aufteilung der Sandsteinscheune wurden während der letzten Sitzung des Museumsbeirats diskutiert. 120 Besucher hätten dort bei einer Reihenbestuhlung Platz. Foto: Maxi Krähling

Wie können Konzerte, Theateraufführungen und Tagungen in der Sandsteinscheune des Museums unter den Einschränkungen des Denkmalschutzes funktionieren? Dies war eine der Fragen, mit denen sich der Museumsbeirat nun befasste.

Der Museumsbeirat ist ein vom Gemeinderat installiertes Gremium, das die Umgestaltung und Weiterentwicklung des Sandstein-Museums begleitet. Ihm gehören Vertreter der Fraktionen, des Fördervereins des Sandsteinmuseums, des Heimatvereins sowie sachverständige Kulturschaffende an. Für den Kreis Coesfeld war Kreiskulturreferentin Swenja Janning dabei, die viele Erfahrungen aus dem Museum und Kulturort Burg Vischering beisteuern konnte.

Die Gemeindeverwaltung war vertreten durch Bürgermeister Klaus Gromöller , die Fachbereichsleiter Monika Böse, Dirk Wientges und Museumsleiter Dr. Joachim Eichler. Die in den politischen Gremien schon vorgestellten Gutachten und Entwürfe der Firma THEMATA (Betriebskonzept) und Impuls-Design (Ausstellungsgestaltung) wurden kurz zusammengefasst.

Dirk Wientges zeigte den aktuellen Plan für die Baulichkeiten auf. Nach gegenwärtigem Stand ist von einem Baubeginn im Juni 2019 und einem Abschluss im Juli 2020 auszugehen.

Das Bauprogramm wird in den Septembersitzungen den Ratsgremien zur Beratung vorgelegt und kann in der Ratssitzung am 11. Oktober beschlossen werden, heißt es in der Pressemitteilung der Gemeindeverwaltung.

Länger diskutiert wurde der Grundriss der Sandsteinscheune, die seit Eröffnung des Museums der Ausstellung der Steinbruch-Ausstellungsstücke diente. Seit einigen Jahren wird sie in den Sommermonaten für Sonderausstellungen des Museums genutzt. War die Nutzung bislang durch die fehlende Klimatisierung und Beheizung eingeschränkt, so soll sie künftig ganzjährig multifunktional werden.

Konzerte von Ensembles der Musikschule und Aufführungen von Theatergruppen können dort stattfinden. Je nach Größe einer Bühne, die nicht immer erforderlich ist, können bis zu 120 Besucher in einer Reihenbestuhlung Platz nehmen.

Aber die Denkmaleigenschaft des Gebäudes setzt der Nutzung Grenzen. „Man kann den Baukörper nicht beliebig neu aufteilen“, erklärte Bürgermeister Klaus Gromöller. Im Interesse einer Nutzung stimmte die Denkmalpflege zu, dass eine Wand entfernt wird, um einen zusammenhängenden Saal zu erhalten. Auch war nicht ganz klar, ob diese Wand tatsächlich aus der Bauzeit 1894 stammt. Aber weitere Wände können nicht einfach entfernt und andere neu eingezogen werden.

Die Wand zwischen Foyer und Veranstaltungsraum kann eine Schiebetür erhalten, die Wand muss aber erhalten bleiben. So kann das Foyer nur eine Größe von 22,5 Quadratmetern erhalten, und zwei Toiletten sind bei einem „vollen Haus“ auch zu wenig. „Es müssen also die Toiletten am Haupthaus mit genutzt werden“, erklärt Dr. Eichler und räumte ein: „Komfortabel ist das nicht.“ An einem sonnigen Sommerabend ist das sicher kein Problem, aber es gebe ja auch regnerische Winterabende.

Verschiedene Lösungen wurden vorgeschlagen, die das Bauamt prüfen will. Für die Pausenzeiten und den Frischluftbedarf der Besucher konnte Swenja Janning eine Lösung aus Burg Vischering schildern: Tür auf und davor ein großes Zelt aufbauen.

„Die Um- und Neugestaltung soll einen direkten Nutzen für Havixbeck bringen. Dies ist aber noch nicht ausreichend vermittelt worden. Eine kleine Arbeitsgruppe aus dem Beirat wird Wege der Vermittlung suchen.“ Der Beirat trifft sich Anfang September, heißt es in der Pressemitteilung.

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