Flüchtlingsbetreuung
Sprache ist der Schlüssel

HAVIXBECK -

Einen Eindruck von der Arbeit der Flüchtlingsinitiative „INCA plus – offenes Havixbeck“ verschaffte sich der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka während seiner Sommertour durch den Kreis Coesfeld.

Mittwoch, 25.07.2018, 06:00 Uhr

Über die Arbeit der Flüchtlingsinitiative „INCA plus“ informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka (l,) auf seiner Sommertour beim Halt in Havixbeck.
Über die Arbeit der Flüchtlingsinitiative „INCA plus“ informierte sich der SPD-Landtagsabgeordnete André Stinka (l,) auf seiner Sommertour beim Halt in Havixbeck. Foto: Ansgar Kreuz

Das Erlernen der deutschen Sprache sowie das Finden einer Arbeitsstelle beziehungsweise eines Ausbildungsplatzes sind zwei Bereiche, die zur Integration von Geflüchteten in die hiesige Gesellschaft entscheidend beitragen. Dies wurde beim Austausch zwischen Ehrenamtlichen der Flüchtlingsinitiative „INCA plus – offenes Havixbeck, dem SPD-Landtagsabgeordneten André Stinka und Vertretern des SPD-Ortsvereins Havixbeck am Montagnachmittag deutlich.

Andreas Tinnefeld aus dem Sprecherteam von INCA plus skizzierte den Gästen zunächst das vielfältige Angebot der Initiative für in Havixbeck lebende Flüchtlinge. Rund 60 Ehrenamtliche brächten sich auf unterschiedliche Weise ein, 30 davon hielten als Paten direkten Kontakt zu nach hier gekommenen Menschen. Circa 250 Geflüchtete leben aktuell in Havixbeck. „Die Menschen wünschen sich ein Stück weit Normalität, die sie auch an zu Hause erinnert“, so Tinnefeld.

Mitglieder von INCA plus stellten die einzelnen Themenfelder näher vor. Sie gaben dem SPD-Landtagsabgeordneten aber auch mit auf den Weg, wo es Schwierigkeiten gibt und wo Ehrenamtliche an ihre Grenzen stoßen. So wünschten sich INCA-plus-Vertreter von Bund und Land längerfristig geltende Zusagen für Finanzmittel, um Projekte dauerhaft durchführen zu können.

Abhängig von derartigen Fördergeldern ist auch der Fortbestand des INCA-plus-Cafés. Das angemietete Ladenlokal an der Altenberger Straße dient als Treffpunkt für viele Aktivitäten sowie als Klassenraum bei Sprachkursen. „Wir wissen nicht, wie lange wir den Raum noch haben“, zeigte Andreas Tinnefeld die aus Sicht der Ehrenamtlichen unbefriedigende Situation auf.

Schließen möchte INCA plus eine Lücke im Bereich der Sprachkurse für Frauen mit Kindern. Um hier Lernerfolge zu erzielen, müsste eine Betreuung der Kinder gewährleistet sein, während die Mütter den Sprachunterricht besuchen. Die Ehrenamtlichen entwickeln derzeit ein dazu passendes Modell.

„Ich bin auch gekommen, um Danke zu sagen“, wandte sich André Stinka an die Ehrenamtlichen. Die Integration der Geflüchteten sei eine langfristige Aufgabe. „Für mich ist die Sprache ein ganz entscheidender Faktor“, erklärte der SPD-Landtagsabgeordnete. Der zweite wichtige Aspekt sei für ihn Arbeit. Bezüglich der Fördermittel will er sich bemühen zu klären, wie lange INCA plus weiter mit den Geldern rechnen könne.

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