Feuer in der Asylbewerberunterkunft
Mutmaßlicher Brandstifter stellt sich

Havixbeck -

Der mutmaßliche Brandstifter von der Schützenstraße ist freiwillig zur Polizei gegangen. In seiner Vernehmung äußerte sich der 24-Jährige zum Tatvorwurf, den Brand gelegt zu haben.

Donnerstag, 02.08.2018, 13:04 Uhr

Der Brand im Keller der Unterkunft an der Schützenstraße beschäftigte die Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch.
Der Brand im Keller der Unterkunft an der Schützenstraße beschäftigte die Feuerwehr in der Nacht zu Mittwoch. Foto: Feuerwehr Havixbeck

Das ging schnell: Der mutmaßliche Brandstifter von der Schützenstraße hat sich freiwillig der Polizei gestellt. Um dies am Mittwochnachmittag zu tun, war er auf dem Weg zum Rathaus, als er einem Polizisten begegnete. Er ließ sich von diesem von diesem vorläufig festnehmen.

Bei dem mutmaßlichen Brandstifter handelt es sich um einen 24-jährigen Flüchtling aus Syrien, der in der Unterkunft an der Schützenstraße lebt. Er zeigte sich in seiner Vernehmung voll geständig und gab an, im Rausch den Brand gelegt zu haben; heißt es in einer Pressemitteilung der Polizei.

Nach Abschluss der polizeilichen Maßnahmen wurde er aus dem Gewahrsam entlassen.

Erfolglose Fahndung

Der Brandstiftung in der Nacht zu Mittwoch war ein Streit des 24-Jährigen mit einem Mitbewohner vorausgegangen. Drei Personen wurden verletzt, der mutmaßliche Täter war geflüchtet.

Um kurz nach 1 Uhr war die Feuerwehr in die Asylunterkunft an der Schützenstraße gerufen worden. Von den aktuell sechs gemeldeten Personen hielten sich keine mehr im Gebäude auf. Die Feuerwehr konnte den Brand schnell löschen.

Ein 25-jähriger Bewohner aus Syrien wurde mit Verdacht auf Rauchgasvergiftung in ein Krankenhaus nach Münster gebracht. Zwei weitere Bewohner wurden nach ambulanter Behandlung vor Ort entlassen.

Nach derzeitigem Kenntnisstand hat der 24-Jährige nach dem Streit den im Keller deponierten Teppich sowie eine Matratze in Brand gesteckt, berichtete die Polizei. Anschließend flüchtete er aus dem Gebäude. Die Fahndung war zunächst vergeblich. Bis der Mann sich am Mittwochnachmittag stellte.

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