Umweltausschuss
Blickallee wird keine Fahrradstraße

Havixbeck -

Um eine Verkehrsentlastung und somit Beruhigung zu erreichen, hat die SPD-Fraktion ihren Antrag auf Umwandlung der Blickallee in eine Fahrradstraße erneut zur Beratung eingebracht.

Donnerstag, 13.09.2018, 17:12 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 13.09.2018, 17:12 Uhr
Die Verkehrsbelastung der Blickallee, die als Zufahrt zu den Einkaufsmärkten und Verbindung zwischen den Wohngebieten dient, ist hoch. Anwohner fordern dringend eine Entlastung.
Die Verkehrsbelastung der Blickallee, die als Zufahrt zu den Einkaufsmärkten und Verbindung zwischen den Wohngebieten dient, ist hoch. Anwohner fordern dringend eine Entlastung. Foto: Ansgar Kreuz

„Die Menschen an der Blickallee sind der Politik egal“, machte ein Anwohner seinem Ärger Luft in der Sitzung des Ausschusses für Umwelt, Verkehr, Feuerwehr und Friedhof am Mittwochabend im Rathaus. Niemanden interessiere, dass die Anlieger hier tagtäglich sehr viel Verkehr, Lärm und Staub erdulden müssten. „Die Sache ist durch und durch vermurkst über Jahre“, pflichtete ihm ein Nachbar bei und forderte endlich Abhilfe.

Um eine Verkehrsentlastung und somit Beruhigung zu erreichen, hat die SPD-Fraktion ihren Antrag auf Umwandlung der Blickallee in eine Fahrradstraße erneut zur Beratung eingebracht. Im Frühjahr des vergangenen Jahres hatten die Sozialdemokraten diesen Vorstoß schon einmal unternommen. Aber auch dieses Mal fand ihr Antrag keine Mehrheit.

Elisabeth Annas (Bündnis 90/Die Grünen) hielt es für erforderlich, dass endlich Maßnahmen zur Verkehrsberuhigung auf der Blickallee durchgeführt würden. Die Umwandlung in eine Fahrradstraße begrüßte sie daher.

Auf die schon häufiger andiskutierte Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplans der Gemeinde wollte Ludger Messing ( SPD ) nicht mehr länger warten. Es müsse jetzt eine Entlastung für die Anwohner auf dem Blick geschaffen werden. „Die Fahrradstraße ist der günstigste Weg“, untermauerte Ludger Messing den Antrag seiner Fraktion. Die Straße müsse für den Autoverkehr unattraktiv gemacht werden.

„Es ist ein Irrglaube, dass eine Fahrradstraße den Verkehr reduziert“, hielt CDU-Fraktionsvorsitzender Hans-Gerd Hense dagegen. Er sah zudem die Gefahr, dass der Verkehr nur verlagert werde und wiederum andere Straßen stärker belaste. Statt „Stückwerk“ schlug Hense vor, die Fortschreibung das neue Verkehrsgutachten abzuwarten und Maßnahmen in der Gesamtschau durchzuführen.

Mit sechs Ja-Stimmen (CDU und FDP), vier Nein-Stimmen (SPD und Grüne) und einer Enthaltung (Grüne) empfahl der Verkehrsausschuss dem Gemeinderat, bei seinem Beschluss vom 4. Mai 2017 zu bleiben, die Möglichkeiten zur verkehrlichen Entlastung der Blickallee im Rahmen einer noch durchzuführenden Fortschreibung des Verkehrsentwicklungsplanes der Gemeinde untersuchen zu lassen. Diese Fortschreibung soll durchgeführt werden, sobald planerisch Klarheit über die Schwerpunkte der wohnbaulichen und gewerblichen Siedlungsflächenentwicklung herrsche.

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