Anne-Frank-Gesamtschule
Raumangebot muss größer werden

Havixbeck -

Die Anne-Frank-Gesamtschule muss erweitert werden. Nach der im Schulausschuss vorgestellten Machbarkeitsstudie soll dazu ein Anbau an den AFG-Neubau in Richtung des AWO-Hauses gebaut werden.

Donnerstag, 20.09.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Donnerstag, 20.09.2018, 06:00 Uhr
Am AFG-Neubau soll der geplante dreigeschossige Anbau an der rechten Seite entstehen, so sieht es die Machbarkeitsstudie vor. Darin entstehen Kurs- und Differenzierungsräume auf drei Etagen.
Am AFG-Neubau soll der geplante dreigeschossige Anbau an der rechten Seite entstehen, so sieht es die Machbarkeitsstudie vor. Darin entstehen Kurs- und Differenzierungsräume auf drei Etagen. Foto: Klaus de Carné

Die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG) muss vergrößert werden. Dies hat die Fortschreibung des Schulentwicklungsplans kürzlich erst aufgezeigt. Wie ein Anbau und die Sanierung des sogenannten Altbaus aussehen könnte, zeigt eine Machbarkeitsstudie, die Architekt Klaus Tombrock am Dienstagabend im Schul- und Sozialausschuss vorstellte.

Die neueren Gebäude der AFG sind in den Jahren 1993 bis 1996 errichtet worden. Dort befinden sich die Verwaltung, Schulleitung und das Foyer. In den verbleibenden Räumen wird die Oberstufe unterrichtet. Daneben wurde das Gebäude der ehemaligen Hauptschule mit einbezogen. In dem großen Trakt werden die Schüler der Stufen 5 bis 9 unterrichtet. Über 1000 Schüler besuchen die Gesamtschule. Seit diesem Schuljahr hat die AFG einen zweiten Standort in Billerbeck.

In den vergangenen Jahren hat sich das Schulkonzept entwickelt und der Bedarf an Räumen sowie deren Zuschnitt und Zuordnungen deutlich geändert. Auch das Thema Inklusion ist für die Schule schon lange kein Neuland mehr. Sie unterrichtet seit Jahren Jungen und Mädchen mit einem Handicap. Dieser Aspekt ist ebenfalls bei der Sanierung zu bedenken.

Die Raumsituation in der Havixbecker Grundschule würde mit einem AFG-Anbau entlastet. Seit einigen Jahren ist in der Baumberge-Schule die komplette Jahrgangsstufe 10 untergebracht.

Die Zeit für den Schulanbau drängt. In zwei Jahren soll alles fertig sein. Dies hat der Rat in einem Beschluss festgelegt. Deshalb war es erforderlich, auch in den Sommerferien die ersten Planungen fortzusetzen. Im Mittelpunkt stand die Anpassung des neuen Schulkonzeptes an das vorhandene Raumangebot. „In einem sehr engen Austausch zwischen uns, der Schulleitung und dem Schulträger sind die Bedarfe mit dem Bestand abgeglichen worden“, verdeutlichte Architekt Klaus Tombrock. Grundsätzlich sollte nach der wirtschaftlichsten Lösung gesucht werden.

Die Machbarkeitsstudie kommt zu dem Ergebnis, dass bei zusätzlichen 700 Quadratmetern an Fläche kein Weg an einem Anbau vorbeiführt. Am sogenannten Neubau neben dem AWO-Haus sollen drei weitere Stockwerke gebaut werden. Deutlich wurde im Schulentwicklungsplan auch, dass die Verwaltung der Schule dringend mehr Räume benötigt. Dies gelte auch für die Besprechungsräume der Lehrer. Ebenfalls ein Manko: „Es ist zwingend erforderlich, mehr Toiletten für Schüler und Lehrer zu bauen. Der derzeitige Zustand ist nicht mehr haltbar“, so Tombrock.

In der Machbarkeitsstudie sind bereits die ersten Kostenschätzungen enthalten. Da bei dem derzeitigen Bauboom die Preise fast täglich steigen, hat Tombrock vorsorglich einen Zuschlag von zehn Prozent mit eingerechnet. Er kommt danach zu einem Ergebnis von 4 bis 5 Millionen Euro, die der Anbau und die Sanierung kosten sollen.

Für die Mitglieder des Ausschusses waren die Aussagen nicht ganz neu, da sie schon die Studie gelesen hatten. Große Bedenken zeigte die CDU-Fraktion an, da sie mit der großen Summe gar nicht einverstanden ist. Bündnis 90/Die Grünen und die FDP erklärten, dass die Ausarbeitung schon sehr weit fortgeschritten sei und sehr genau den Schulentwicklungsplan berücksichtigt habe. „Wir wollen damit sofort beginnen und keine Zeit verlieren“, erklärten Dr. Friedhelm Höfener (Grüne) und Frank Fohrmann (FDP).

Vorsitzende Margarete Schäpers (SPD) betonte, dass alle die bestmögliche Ausstattung für die AFG möchten. Der Zeitplan dürfe nicht „zerredet“ werden. „Der Sozialausschuss steht voll dahinter. Die Finanzen klären wir an anderer Stelle.“ Sie betonte, wie plausibel die Ausarbeitung sei, darauf wolle man aufbauen. „Wir haben jahrelang wenig investiert. Jetzt müssen wir Geld ausgeben, um eine moderne AFG für die Zukunft zu bekommen. Das ist unser erklärter Wille“, gab Schäpers ihren Ratskollegen mit auf den Weg.

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