Infoabend zum Museum
„Akzeptanz bei Bürgern fehlt wohl“

Havixbeck -

Knapp 400 Bürger versammelten sich am Montagabend im AFG-Forum, um sich über die Erweiterung des Baumberger-Sandstein-Museums zu informieren.

Montag, 01.10.2018, 21:30 Uhr
Veröffentlicht: Montag, 01.10.2018, 21:30 Uhr
Am Montagabend kamen knapp 400 Bürger ins Forum, um sich über die Erweiterung des Sandstein-Museums zu informieren.
Am Montagabend kamen knapp 400 Bürger ins Forum, um sich über die Erweiterung des Sandstein-Museums zu informieren. Foto: Marco Steinbrenner

Knapp 400 Bürger versammelten sich am Montagabend im AFG-Forum, um sich über die Erweiterung des Baumberger-Sandstein-Museums zu informieren. Bürgermeister Klaus Gromöller freute sich über die große Anzahl der Bürger. Erst der Antrag auf ein Bürgerbegehren hatte den Stein ins Rollen gebracht. Deshalb sah sich der Bürgermeister gezwungen, umfangreicher darüber zu informieren als bislang geschehen.

„Chancen und Risiken“ war der Abend überschrieben. Es gab viele Informationen, bevor die Bürger die ersten Fragen stellen konnten. Fachbereichsleiterin Monika Böse zeigte noch einmal die Fakten auf. Sie verwies auf die Umfrage des Museums-Fördervereins, der schon vor Jahren festgestellt hatte, dass das Museum eine enorme Reichweite sowohl im Radius von 30 Kilometern als auch von 100 Kilometern habe. „Das Museum nur zu ertüchtigen reicht nicht aus“, so Monika Böse. Das Angebot müsse breiter aufgestellt sein, damit sich die Förderchancen erhöhen würden. Deshalb sei das Konzept in mehreren Stufen entwickelt worden und die Regionale 2016 sei ein wichtiger Partner dabei.

Fachbereichsleiterin Monika Böse

Fachbereichsleiterin Monika Böse Foto: Marco Steinbrenner

Monika Böse zeigte aber auch Hemmnisse auf. Sie nannte die hohen Baukosten wie auch die jährlichen Betriebskosten. „Aber die Akzeptanz bei den Bürgern fehlt anscheinend auch“, stellte sie fest. Es seien sicherlich noch Fragen zu beantworten. Sie stellte den Sandstein als ein lebendiges und modernes Thema dar.

  Foto: Marco Steinbrenner

Wenn nicht vergrößert und erneuert würde, dann bleibe das Museum wie es jetzt sei und der Zuschuss von gut 100 000 Euro im Jahr bliebe auch. Weniger Besucher prognostizierte sie ebenfalls.

Ein Bürger stellte fest, dass es weiterer Beschlüsse durch den Rat bedürfe, bevor überhaupt gebaut werden könne. Dies bejahte Bürgermeister Gromöller. Es sei zwar ein Grundsatzbeschluss gefasst, aber nur Schritt für Schritt käme man zum Ziel. Eine Bürgerin verwies auf das historische Bewusstsein für die Kinder. Ein anderer Bürger stellte fest, dass es dafür kein Kompetenzzentrum brauche.  

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