Anne-Frank-Gesamtschule
Der Erinnerung stellen

Havixbeck -

Die tschechische Hauptstadt Prag an der Moldau zog 74 Schüler der Jahrgangsstufe 13 der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) und die vier begleitenden Lehrer sofort in ihren Bann. Denn trotz zehn Stunden Busfahrt machten sich alle gemeinsam noch am ersten Abend auf, um einige weltbekannte Sehenswürdigkeiten zu entdecken.

Freitag, 12.10.2018, 21:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 12.10.2018, 21:00 Uhr
Schülerin Zehra Tonkul in der alten Synagoge in Prag. Dort sind Namen neben Namen wie unbekannte Einzelschicksale angeführt. Die Schüler waren erschüttert angesichts der getöteten Menschen.
Schülerin Zehra Tonkul in der alten Synagoge in Prag. Dort sind Namen neben Namen wie unbekannte Einzelschicksale angeführt. Die Schüler waren erschüttert angesichts der getöteten Menschen. Foto: Marlena Grab

„Auf der Abschlussfahrt erleben unsere Abiturienten selbstverständlich viel Freude und Gemeinschaft. Aber als Schule haben wir auch den Auftrag, unseren Unterricht zu vertiefen und anschaulich werden zulassen“, betont Beratungslehrerin Irmhild Steffen die Vorgaben. In den fünf Tagen absolvierten die Schüler ein umfangreiches Programm: Die Prager Altstadt, die Karlsbrücke, das Burgviertel, die Prager Burg mit Veitsdom und Goldenem Gässchen wurden mit einheimischen Stadtführern erkundet.

Es folgte ein Ausflug zur 60 Kilometer entfernten Gedenkstätte Theresienstadt. „Dieser Besuch des Konzentrationslagers, des Museums und des Krematoriums war für alle Schüler eine wichtige und prägende Erfahrung. Diesen Erinnerungen müssen sie sich weiterhin stellen“, so Geschichtslehrer Jürgen Götte.

Auf dem Rückweg nach Prag besuchten die Schüler auch das Dorf Lidice, das von den Nazis in einer Racheaktion am 10. Juni 1942 ausgelöscht wurde. Die Besichtigung des Museums und des Dorfgeländes hatten Schülerinnen im Projektkurs Geschichte vorbereitet. Am Abend dieses ereignisreichen Tages gab es unter allen Teilnehmern in einem böhmischen Restaurant einen intensiven Gedankenaustausch.

Abseits der Touristenströme wurde das jüdische Viertel Josefstadt, benannt nach Kaiser Josef II., dessen Reformen die Lebensbedingungen für die Juden verbesserten, erkundet. Die Erkundungstour führte unter anderem zum früheren Prager Ghetto, zum jüdischen Friedhof und zu den Synagogen.

Eine Abschlussrallye und freie Zeit rundeten den letzten Tag ab. „Eine ereignisreiche Abschlussfahrt, an die wir uns noch lange erinnern werden“, so zog Hanna Kotzan für die Stufe ein Fazit.

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