Projekt Baumberger-Sandstein-Museum
Erlebnischarakter schaffen

Havixbeck -

Im Zuge der Regionale 2016 soll das Baumberger-Sandstein-Museum zu einem „Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur“ erweitert werden.

Sonntag, 14.10.2018, 10:00 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 14.10.2018, 10:00 Uhr
Die Dauerausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums wird neu gestaltet. Das Konzept der Ausstellungsplaner sieht im Obergeschoss des Hauptgebäudes Objekte und Informationen zu den Baustilen in zeitlicher Abfolge vor.
Die Dauerausstellung des Baumberger-Sandstein-Museums wird neu gestaltet. Das Konzept der Ausstellungsplaner sieht im Obergeschoss des Hauptgebäudes Objekte und Informationen zu den Baustilen in zeitlicher Abfolge vor. Foto: Impuls-Design

Im Zuge der Regionale 2016 soll das Baumberger-Sandstein-Museum zu einem „Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur“ erweitert werden. In einer Stellungnahme der Gemeindeverwaltung zum Projekt geht Museumsleiter Dr. Joachim Eichler auf das neue Ausstellungskonzept, bauliche Erweiterungen und die Einbindung des Themas Baukultur ein.

In der Planung für das Museum ist ein komplett neues Ausstellungskonzept mit einem neuen Zugang zum Museum vorgesehen. Warum kann das Museum nicht wie bisher fortgeführt werden?

Dr. Joachim Eichler: Das Baumberger-Sandstein-Museum ist jetzt 24 Jahre alt. Mit dem Museum sollte damals ein wesentliches Stück der Identität unserer Region abgebildet werden. Auch sollte es ein Anziehungspunkt für Touristen werden. Das ist gelungen. Die Ausstellung ist seitdem aber nicht mehr verändert worden und entspricht nicht mehr heutigen Anforderungen an ein modernes Museum. Das merkt man auch an den Besucherzahlen. Lange Jahre hatte das Museum im Schnitt 25 000 Besucher jährlich, seit 2011 gehen die Zahlen kontinuierlich zurück. Wir müssen das Sandstein-Museum wieder näher an die Menschen heranbringen und für die Zukunft sichern. Wir haben seit der Eröffnung im Jahr 1994 viel mehr über den Baumberger Sandstein, aber auch über die Interessen der Besucher erfahren. Wir vermitteln künftig mehr über die Menschen hinter den Steinen. Und es wird mehr Angebote für Kinder geben. Die Ausstellung wird besser inszeniert, neue Medien nutzen und mehr Erlebnischarakter bekommen. Mit der Verlagerung der Rezeption und des Museumsshops in den Neubau wird es möglich, Eintritt zu nehmen, ohne den Betrieb des Museumscafés zu beeinträchtigen, mehr Ausstellungsfläche anzubieten und einen attraktiven Eingang durch das große Hoftor zu schaffen.

Was ist das Ziel der baulichen Erweiterung des Museums?

Eichler: Das erste Ziel des Ausbaus ist die Erweiterung zu einem multifunktionalen Kulturort. Für den außerschulischen Lernort braucht es einen Werkraum für die Sandsteinbearbeitung und einen Schulungsraum. Die Sandsteinscheune wird Ausstellungs-, Kultur- und Tagungszentrum werden. Mit einer Verlagerung der Rezeption ist es möglich, Museum und Café separat zu betreiben. Diese Ziele sind 2016 in einem Architektenwettbewerb als Aufgabe gestellt worden. Die Gewinner des Wettbewerbs lösten die Aufgabe dadurch, dass Rezeption, Werkraum und Café in einen Neubau verlagert und der Schulungsraum im bisherigen Café eingerichtet werden sollte. Die mit prominenten Architekten besetzte Jury des Wettbewerbs hielt den Vorschlag des Büros Architekten Krych und Tombrock (AKT) mit großer Mehrheit für den besten der fünf eingereichten Ausarbeitungen.

Was ist Baukultur und was hat das mit dem Museum zu tun?

Eichler: Baukultur ist der Ausdruck dessen, wie wir unsere Plätze, Straßen, Häuser gestalten – den Raum, in dem wir leben. Dabei hat das Baumaterial des Sandsteins einen entscheidenden Einfluss auf die Gestalt der Gebäude im Münsterland. Der Erfahrungsschatz im Umgang mit diesem Baumaterial soll als baukultureller Beitrag für die Gemeinde selbst, aber auch für die Region erhalten und an folgende Generationen weitergegeben werden. Die Auseinandersetzung mit der örtlichen Baukultur erhöht dabei die Identifikation mit unserem Ort und eröffnet den Blick darauf, wie wir in Zukunft unsere gebaute Umgebung gestalten wollen. Ein reger Erfahrungsaustausch und Wissenstransfer zwischen dem Landschaftsverband Westfalen-Lippe (LWL) – Abteilung für Baukultur, anderen Landgemeinden und uns ist im neuen Kompetenzzentrum beabsichtigt.

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