Ausstellungen zur Weißen Rose und zu Anne Frank
Für Toleranz und Freiheit eintreten

Havixbeck -

Noch bis Ende November sind zwei Ausstellungen der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg in Havixbeck zu sehen. Diese beschäftigen sich mit der Widerstandsgruppe Weiße Rose und Anne Frank.

Freitag, 09.11.2018, 06:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 09.11.2018, 06:00 Uhr
Mit der Weißen Rose, einer Widerstandsgruppe im Dritten Reich, beschäftigt sich die Ausstellung in der Volksbank.
Mit der Weißen Rose, einer Widerstandsgruppe im Dritten Reich, beschäftigt sich die Ausstellung in der Volksbank. Foto: Ansgar Kreuz

Für Freiheit und Demokratie trat die Widerstandsgruppe Weiße Rose während des Dritten Reiches ein. Ihr entschlossenes Auftreten gegen die Nazi-Diktatur bezahlten sechs Mitglieder der Gruppe mit ihrem Leben. Daran erinnert die Ausstellung „Der Traum von einem anderen Deutschland“, die am Donnerstag in der Niederlassung der Volksbank Baumberge eröffnet wurde. Parallel dazu wird die Ausstellung „ Anne Frank“ gegenüber in der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG) gezeigt.

Die beiden Ausstellungen, die von der Friedensbibliothek des Antikriegsmuseums der Evangelischen Kirche Berlin-Brandenburg konzipiert worden sind, holten die Bürgerinitiative Havixbeck und der Friedenskreis an der Anne-Frank-Gesamtschule nach Havixbeck. Vermittelt werden soll der heutigen Generation auf diese Weise, so das Ansinnen Initiatoren, dass es sich lohnt, für Freiheit und Demokratie einzutreten.

AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel hielt die Eröffnungsansprache.

AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel hielt die Eröffnungsansprache. Foto: Ansgar Kreuz

„Offenbar begegne ich immer wieder den Geschwistern Scholl, so auch heute“, stellte AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel in seiner Ansprache zur Ausstellungseröffnung fest. Er besuchte in Unna das Geschwister-Scholl-Gymnasium, organisierte dort mit der Schülervertretung (SV) in der Zeit des Kalten Krieges eine Friedenswoche. „Wir SV-Schüler wollten an die Vergangenheit der Weißen Rose erinnern, um die Zukunft verantwortlich gestalten zu können.“

Später studierte Habbel in München, war immer wieder in der Eingangshalle der Universität, in die die Geschwister Scholl die Flugblätter hinuntergeworfen haben, wo sie entdeckt und verraten worden sind. „Hätte ich den Mut gehabt, den Sophie und Hans gehabt haben? Was hätte ich getan?“, fragte sich Dr. Torsten Habbel und reichte diese Frage an die Besucher der Ausstellungseröffnung weiter: „Was hätten Sie gemacht, wenn Sie ein Flugblatt aufgefangen hätten?“

Ausstellungen zur Weißen Rose und zu Anne Frank eröffnet

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  • Ausstellungen zur Weißen Rose und zu Anne Frank eröffnet Foto: Ansgar Kreuz
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Es gelte, so Dr. Torsten Habbel, den Traum von Vielfältigkeit, Akzeptanz und Toleranz Wirklichkeit werden sie lassen. Die Geschichten der Mitglieder der Weißen Rose ebenso wie die der Anne Frank könnten Orientierung geben, um die Zukunft zu gestalten.

Der Ausstellungseröffnung wohnte eine Zeitzeugin bei. Marietheres Wübken aus Nottuln war Studentin in München, als Sophie und Hans Scholl am 18. Februar 1943 Flugblätter verteilt haben. Eines dieser Flugblätter hat Marietheres Wübken damals eingesteckt und bewahrt es bis heute auf.

Musikalisch umrahmten die Klarinettisten Ann-Kathrin Kruse und Moritz Dirks die Eröffnungsfeier.

Zum Thema

Noch bis zum 30. November (Freitag) sind die Ausstellungen „Der Traum von einem anderen Deutschland“ in der Volksbank und „Anne Frank“ im Oberstufenzentrum der Anne-Frank-Gesamtschule (Zugang über die Brücke) zu den üblichen Öffnungszeiten beziehungsweise Schulzeiten zu sehen.

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