Generalversammlung der Feuerwehr
Sturm fordert viele Einsatzstunden

Havixbeck -

Zu insgesamt 135 Einsätzen rückte die Freiwillige Feuerwehr Havixbeck im zurückliegenden Jahr aus. Dies geht aus der Einsatzstatistik hervor, die während der Generalversammlung vorgelegt wurde.

Montag, 19.11.2018, 18:28 Uhr
Veröffentlicht: Sonntag, 18.11.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Montag, 19.11.2018, 18:28 Uhr
Ehrungen und Beförderungen für eine lange Mitgliedschaft oder besondere Lehrgänge standen auf der Tagesordnung.
Ehrungen und Beförderungen für eine lange Mitgliedschaft oder besondere Lehrgänge standen auf der Tagesordnung. Foto: Maxi Krähling

Sturm Friederike hat die Feuerwehrkameraden in besonderer Weise gefordert. Allein 62 Mal mussten die Frauen und Männer der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck wegen der Sturmschäden und Hilfeleistungen im Januar dieses Jahres ausrücken. Auf diese und andere Zahlen und Berichte schauten am Freitagabend die Kameraden während der Generalversammlung des Löschzugs Havixbeck zurück.

„Hatten Sie in den vergangenen Jahren immer mit viel Wasser zu kämpfen, kam in diesem Jahr der Sturm. Hier sind Sie gute Einsätze gefahren. Dann hatten wir die sehr lange Trockenheit und zum Glück sind wir in Havixbeck von Bränden verschont geblieben. Auch die gute Aufklärungsarbeit der Feuerwehr hat sicherlich dazu beigetragen“, lobte Bürgermeister Klaus Grömoller. In seiner Ansprache an die ehrenamtlichen Helfer ging er außerdem auf die geplante Erweiterung des Feuerwehrgerätehauses ein (wir berichteten).

Der Ausbau sei wichtig und richtig und mit dem Anbau des Hallenteils solle in jedem Fall im kommenden Jahr begonnen werden. „Vielleicht müssen wir das Thema Atemschutzwerkstatt noch ein bisschen zurückstellen. Denn wir arbeiten derzeit in enger Abstimmung mit der Wehrführung und dem Kreis an der Möglichkeit, in Dülmen eine zentrale Dienstleistungsstelle für den Atemschutz anzubieten“, erklärte Gromöller. In Dülmen soll eine neue, große Feuerwache entstehen. Die Atemschutzwerkstatt mit Angeboten wie Hol- und Bringedienst der zu reinigenden Atemschutzgeräte der Wehren im Kreis könne dort eventuell untergebracht werden.

„Denn jede Feuerwehr braucht so eine Atemschutzwerkstatt und wir überlegen, wie wir Sie da unterstützen können. Auch, um Sie in ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu entlasten. Dafür dürfen wir Fehler aus der Vergangenheit nicht wiederholen. Wir müssen das Ganze größer denken und nicht zu klein planen. Deshalb geht es derzeit nur Schritt für Schritt. Aber wir bewegen uns nach vorne“, ordnetet Kreisbrandmeister Christoph Nolte die Situation zur Atemschutzwerkstatt ein.

Ob mit oder ohne Atemschutzwerkstatt, versehen die Kameraden ihren Dienst gewissenhaft. Bei insgesamt 135 Einsätzen sind in diesem Jahr 1583 Einsatzstunden zusammengekommen. Vor allem wegen des Sturms Friederike sind 501 Stunden mehr an ehrenamtlichem Dienst aufgelaufen.

Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck

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  • Foto: Maxi Krähling
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  • Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck Foto: Maxi Krähling
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  • Generalversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck Foto: Maxi Krähling

Bei den Einsätzen rückte der Löschzug zu insgesamt 103 Hilfeleistungen und zu 32 Bränden aus. Derzeit gibt es 86 aktive Kameraden, davon 70 in Havixbeck, 16 in Hohenholte.

„Als Leiter der Feuerwehr kann ich mit so einer großen Truppe gut zufrieden sein. Wir sind alle eine Feuerwehr und verfolgen ein gemeinsames Ziel“, sagte Wehrführer Christian Menke. Bei so einer Mannschaftsstärke würden unterschiedliche Sichtweisen nicht ausbleiben. Daher appellierte er an alle Mitglieder der Feuerwehr im Umgang miteinander wieder einen sachlichen Ton anzuschlagen und konstruktiv miteinander zu arbeiten.

„Denn der Jahresbericht und Sturm Friederike zeigen, mit welcher Bandbreite wir es bei den Einsätzen zu tun haben. Wir arbeiten aber ohne Pause weiter. Unser Dank geht an den Gemeinderat. Wir fühlen uns gut unterstützt und ernst genommen“, so Christian Menke.

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