Erweiterung des Sandstein-Museums
Freier Zugang zu allen Einheiten

Havixbeck -

Welche Auswirkungen es haben würde, wenn die Erweiterung des Sandstein-Museums zum Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur nicht kommen sollte, erläutert die Gemeindeverwaltung in einer Stellungnahme aus ihrer Sicht.

Dienstag, 20.11.2018, 13:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 20.11.2018, 13:00 Uhr
Das neue Ausstellungskonzept des Baumberger-Sandstein-Museums sieht die Einrichtung einer „Experimentierwerkstatt“ im Bereich des heutigen Eingangs vor.
Das neue Ausstellungskonzept des Baumberger-Sandstein-Museums sieht die Einrichtung einer „Experimentierwerkstatt“ im Bereich des heutigen Eingangs vor. Foto: Impuls-Design

Zu einem „Kompetenzzentrum für Naturstein und Baukultur“ soll das Baumberger-Sandstein-Museum im Rahmen eines Regionale-2016-Projekts erweitert werden. In einer weiteren Stellungnahme der Gemeindeverwaltung geht Museumsleiter Dr. Joachim Eichler auf die Auswirkungen ein, die ein Verzicht auf die Erweiterung aus seiner Sicht hätte.

Was wären die Konsequenzen für das Museum, wenn das Kompetenzzentrum nicht verwirklicht würde?

Dr. Joachim Eichler: Man hört in den letzten Wochen und Monaten immer wieder, dass die Ablehnung des Zentrums keine Ablehnung des Sandstein-Museums sei. Die Modernisierung und Umgestaltung der Ausstellung könne auch ohne Kompetenzzentrum und ohne den Neubau geschehen. Dabei wird aber völlig übersehen, dass der Verzicht auf den Neubau gravierende Folgen für die Museumspläne haben würde. Im Neubau sollen ja Rezeption und Museumscafé ihren Platz finden.

Der Erschließung über den einladend geöffneten Museumshof ermöglichte freien Zugang zu allen Einheiten: zu Veranstaltungen und Ausstellungen in der Sandsteinscheune, zur Rezeption des Museums und damit nach Zahlung von Eintrittsgeld ins Museum. Letztlich bedingte er auch freien Zugang zum neuen Museumscafé. Die Cafégäste müssten nicht mehr durch das Museum.

Gibt es keine neue Rezeption, so verbleibt sie an alter Stelle in der kleinen „besten Stube“ des Hofs, das Café bleibt im ehemaligen Kälberstall. Will man für den Museumsbesuch Eintritt kassieren, so wird das Museumscafé in seiner Existenz gefährdet. Ein separater Zugang zum Café würde den freien Eintritt ins Museum mit sich bringen: Café- und Museumsbesucher nutzen die gleichen Toilettenanlagen, die Einheiten können also im Betrieb nicht getrennt werden.

Bleibt die Rezeption am gleichen Ort, können die dort vorgesehenen Angebote für Kinder („Experimentier-Werkstatt“) nicht umgesetzt werden. Geschieht der Eingang nicht vom Hof aus durch das Tennentor, ist die dort geplante hochattraktive Eingangspräsentation hinfällig.

Was wären die Konsequenzen für Havixbeck, wenn das Kompetenzzentrum nicht verwirklicht würde?

Eichler: Wenn man nichts macht, werden die Kosten für das Sandstein-Museum in den nächsten Jahren steigen, das steht auch ganz klar in dem Betriebsgutachten, das die Gegner des Kompetenzzentrums gern zitieren. Führt man als „kleine Lösung“ eine Renovierung und Umgestaltung des Museums und eine Renovierung und Ertüchtigung der Sandsteinscheune durch, werden die Investitionskosten für die Gemeinde in gleicher Höhe (ohne Fördermittel) bleiben, wie bei der Errichtung des Kompetenzzentrums (mit Fördermitteln).

Aber vor allem – die Immobilien-Standort-Gemeinschaft hat es schon gemerkt – weitere Fördermittel für Havixbeck werden für einige Jahre ausbleiben. Eine Kommune, die ein Regionale-Projekt umsetzt (und das ist das Kompetenzzentrum ja), wird bevorrechtigt bei der Zuweisung von Städtebau-Förderung behandelt.

Fördermittel für die Umgestaltung des Bestensee-Platzes können schnell bewilligt werden, wenn das Kompetenzzentrum gebaut wird. Das mag irritierend sein, aber es ist so.

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