Burg Hülshoff
Sonderführungen in die Vergangenheit von Burg Hülshoff

Havixbeck -

Wie haben die Menschen früher auf Burg Hülshoff gelebt? Ein Bild im Gartensaal könnte erste Aufschlüsse darüber geben, meinen zumindest Autorin Olivia Wenzel und Kuratorin Julia Lerch-Zajączkowska.

Donnerstag, 06.12.2018, 14:00 Uhr aktualisiert: 06.12.2018, 17:46 Uhr

Bevor das Droste-Museum in die Winterpause geht, bietet das Burg Hülshoff - Center for Literature am kommenden Wochenende 8. und 9. Dezember jeweils um 18 und 20 Uhr experimentelle Führungen unter dem Titel „Dark Light Dark“ an. Dort, wo tagtäglich das Familienleben des Biedermeier ausgestellt wird, findet ein Perspektivwechsel statt, heißt es in der Ankündigung.

Autorin Olivia Wenzel und Kuratorin Julia Lerch-Zajączkowska nehmen die Gäste mit auf eine performative Tour. Anlass ist ein Gemälde im Gartensaal: Ein dunkelhäutiger Mann mit Turban führt ein Pferd, im Hintergrund sind Pyramiden zu sehen. Was verrät dieses Bild über die Art, wie im 19. Jahrhundert die Bewohner auf Hülshoff die Welt imaginierten? Inwieweit waren diese Fantasien Teil eines kolonialistischen Europas? Wenzel und Lerch-Zajączkowska spüren laut Ankündigung den Geistern der Droste und des Kolonialismus nach, schlüpfen in die gigantischen Pantoffeln Hülshoffscher Vergangenheit und streifen darin durch ihre museale Gegenwart.

Im Rahmen der „Dark Light Dark“-Führungen sind die Gäste zudem dazu aufgerufen, sich an dem Projekt „Apokalypse Münsterland“ zu beteiligen: Was wäre, wenn morgen die Welt unterginge – welches Kulturgut sollte gerettet werden und warum? Eine Gruppe 14-jähriger Kuratoren des Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasiums Münster hat eine Vorauswahl von Kulturgütern getroffen, die sie durch Raum und Zeit schicken wollen, um sie für die Zukunft zu bewahren.

Das ausgewählte Objekt wird anschließend von Studierenden der FH Münster, Fachbereich Architektur (Münster School of Architecture, MSA) digitalisiert und virtuell in Szene gesetzt. Im Sommer 2019 tourt es in digitaler Form gemeinsam mit 27 ausgewählten Kulturgütern anderer Museen in einem Container durch die Region.

„Apokalypse Münsterland“ ist ein Projekt des Vereins Münsterland e.V..

 

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