„Storno“ begeistert in der AFG
Unbarmherziger Jahresrückblick

Havixbeck -

Subtile Wortspielchen vom Feinsten boten die Kabarettisten von „Storno“ bei ihrem Jahresrückblick im voll besetzten Forum der Anne-Frank-Gesamtschule.

Freitag, 21.12.2018, 12:10 Uhr aktualisiert: 23.12.2018, 11:04 Uhr
Die Kabarettisten (v.l.) Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther schlüpften bei ihrem Jahresrückblick in verschiedene Rollen.
Die Kabarettisten (v.l.) Thomas Philipzen, Harald Funke und Jochen Rüther schlüpften bei ihrem Jahresrückblick in verschiedene Rollen. Foto: Iris Bergmann

Ein vorgezogenes Silvestermenü gab es am Donnerstagabend im voll besetzten Forum der Anne-Frank-Gesamtschule. Dieses bot kabarettistische Feinkost. Dazu wurde ein verbales Tischfeuerwerk abgebrannt, gegen das das echte am Jahresende nur ein Abklatsch sein kann. Die drei Köche waren Harald Funke , Thomas Philipzen und Jochen Rüther, alias „Storno“. Sie waren gekommen, um abzurechnen.

„Ich bin froh, dass wir endlich Dezember haben“, begrüßte Schulleiter Dr. Torsten Habbel die Zuschauer. Die Zeit der Orientierungslosigkeit sei damit vorbei, „Storno“ setze ins Bild. Und das taten sie, die drei von der Showbühne.

Von den vergangenen zwölf Monaten „haben wir zusammengerechnet zwei Monate gepennt und zwei Wochen auf Klo gesessen“, klärte Philipzen das Publikum auf. Von den restlichen zehn Monaten zogen die wortgewaltigen Kabarettisten unbarmherzig Bilanz – und „wo gehobelt wird, fällt der Spahn“.

Die subtilen Wortspielchen schossen nur so aus ihnen heraus. Und wenn einer der drei von „Crazy Horst“ sprach, der nur in „Maaßen“ zu ertragen sei, musste das Publikum schnell sein mit dem Lachen, denn der nächste Knaller folgte auf dem Fuße.

Jahresrückblick 2018 mit „Storno“ in Havixbeck

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  • Jahresrückblick 2018 mit „Storno“ in Havixbeck Foto: Iris Bergmann

Pointiert und zielgenau hatten Philipzen, Rüther und Funke so ziemlich jedes Thema auf der Karte. Der heiße Sommer zum Beispiel, der so heiß war, dass die Kühe H-Milch gaben und aus den Zitzen Milchschaum floss. Oder der Internethandel – zusammengefasst in dem Satz „Klick dich ins Knie“ und übergossen mit dem Gesang einer stornografischen Fassung von Abbas „The Winner takes it all“. Sie ließen sich über „Influnzer“ in den sozialen Medien genauso aus wie über die dort grassierende „Entengrippe“, wie sie die Fotos mit den Kussmündern nannten.

Der Mikroplastikmüll, der die Weltmeere versifft und sich in kleinsten Teilen in wertvollen Körperteilen des Mannes wiederfindet – gar köstlich dazu die Gesichtsmimik des Harald Funke. Überhaupt die Mimik und Gestik der drei Kabarettisten: das war quasi das Sahnehäubchen auf den Verbalattacken und machte den Genuss perfekt.

Es war ein kabarettistisches Sterne-Menü, das sie ihrem Publikum boten. Einem Publikum, das kaum satt zu bekommen war, selbst nach dem nunmehr bereits zehnten Gastspiel in der Anne-Frank-Gesamtschule in Havixbeck. „Storno“ ist wie Schokolade essen: Einmal damit angefangen, hört der Heißhunger danach nicht mehr auf.

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