Anne-Frank-Gesamtschule
Spatenstich bereits im Sommer

Havixbeck -

Der Ratsbeschluss der Gemeinde Havixbeck war einstimmig: Die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) soll einen Erweiterungsbau erhalten. Jahrelang hatten Grundschule und Gesamtschule über Raumnot geklagt. Die Gemeinde hat die Raumsituation beider Schulen vom Büro Thomaßen Consult überprüfen lassen und anschließend eine Studie in Auftrag gegeben, die die Umsetzung des Papiers von Thomaßen checken sollte.

Freitag, 18.01.2019, 07:00 Uhr
Das Gebäude der Anne-Frank-Gesamtschule wird um drei Etagen vergrößert. Die Planungen für den neuen Anbau laufen auf Hochtouren. Der Spatenstich erfolgt im Sommer.
Das Gebäude der Anne-Frank-Gesamtschule wird um drei Etagen vergrößert. Die Planungen für den neuen Anbau laufen auf Hochtouren. Der Spatenstich erfolgt im Sommer. Foto: Klaus de Carné

Im Oktober 2018 beriet unter großer Beteiligung der Schulgemeinde der Rat darüber und votierte einstimmig für einen Neubau. Nach der folgenden Ratssitzung im Dezember wurde das Architekturbüro Peter Bastian aus Münster mit der konkreten Planung beauftragt.

Bereits zweimal waren Architekten gemeinsam mit Vertretern der Gemeinde in der Schule und erste Absprachen wurden getroffen. Denn „der Plan ist sehr ambitioniert“, betont Bernhard Haschke von der Gemeinde Havixbeck, der bereits vor über 20 Jahren für den „alten“ Neubau mitverantwortlich war. Im Sommer soll der erste Spatenstich erfolgen und im Schuljahr 2020/21 soll der 10. Jahrgang der AFG aus der Grundschule in den Erweiterungsbau einziehen.

„Neue Räume machen noch keine neue Schule, sondern die Raumplanung soll in das pädagogische Konzept der AFG eingebunden werden“, erläutert Schulleiter Dr. Torsten Habbel . Deswegen sieht die Planung vor, dass der Neubau an der Dirkesallee Richtung Grundschule auf drei Ebenen erweitert wird, sodass der Erweiterungsbau sich nahtlos an das bestehende Gebäude anschmiegt.

Auf der unteren Ebene wird der 10. Jahrgang mit vier Klassenräumen, einem Differenzierungs- und einem Inklusionsraum errichtet. „Damit setzen wir unsere Idee fort, dass jeder Jahrgang eine in sich geschlossene Einheit bildet, die von der fünften Klasse an kontinuierlich gemeinsam hochwächst“, erklärt Dr. Habbel den pädagogischen Hintergrund dieser Planung. „Die Nähe zum Oberstufenzentrum ist dabei durchaus gewollt, denn so können unsere 10er-Schülerinnen und Schüler schon einmal schnuppern, wie die Atmosphäre in der gymnasialen Oberstufe ist.“

Es ist geplant, dass zukünftig jeder Jahrgang der Sekundarstufe II auf einer eigenen Etage Platz findet. Mit dem Erweiterungsbau kann erstmals auch im Obergeschoss eine vollständige Jahrgangsstufe mit vier Kursräumen untergebracht werden. Im Erdgeschoss entstehen die längst überfälligen Räume für die Ober- und Mittelstufenleitung der AFG sowie Beratungs- und zwei Konferenzräume.

„Mit diesen Ideen fügt sich der Erweiterungsbau auf besonders gelungene Weise in die bestehende Schule ein und unterstützt die pädagogische Arbeit“, freut sich Schulleiter Habbel.

Das Architekturbüro Bastian hat nun den Auftrag, aus diesen Überlegungen einen konkreten Plan zu entwickeln. Nächste Woche treffen sich erneut Architekten, Gemeinde und Schulleitung wieder, um die Pläne zu diskutieren. Eine ambitionierte Aufgabe, der sich alle Verantwortlichen jetzt stellen.

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