Anne-Frank-Gesamtschule
„Schule ohne Rassismus“

Havixbeck -

Die Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) hat den Titel „Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage“ (SOR-SMC) am Mittwochmorgen verliehen bekommen.

Mittwoch, 23.01.2019, 17:54 Uhr aktualisiert: 23.01.2019, 21:11 Uhr
Mitglieder der SV, Schulleiter Dr. Torsten Habbel (l.), Projektpate Robert Hülsbusch (2.v.l.) sowie Bürgermeister Gromöller freuten sich über den Titel für die AFG.
Mitglieder der SV, Schulleiter Dr. Torsten Habbel (l.), Projektpate Robert Hülsbusch (2.v.l.) sowie Bürgermeister Gromöller freuten sich über den Titel für die AFG. Foto: Klaus de Carné

Die Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) hat den Titel „ Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage “ (SOR-SMC) am Mittwochmorgen verliehen bekommen. „Dies ist nicht ein Preis für eine geleistete Arbeit, sondern der Ansporn in diesem Sinne noch viel mehr zu erreichen“, erklärte Nora Schomacher von der Landeskordination SOR-SMC in NRW.

Die Schülermitverantwortung (SV) hatte eine Feier im AFG-Forum organisiert, die sich sehen lassen konnte. Vertreter aus allen Stufen waren dabei sowie etliche Lehrer. Bürgermeister Klaus Gromöller ließ es sich als Schulträger ebenfalls nicht nehmen, dabei zu sein. Auch er setzte einen Fingerabdruck auf eine vorbereitete Weltkarte und dokumentierte damit seine Mitverantwortung gegen Rassismus in der Welt.

AFG: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage

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  • Foto: Luca de Francesco/AFG
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  • Foto: Klaus de Carné
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  • AFG: Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage Foto: Klaus de Carné

Für den ehemaligen AFG-Lehrer Robert Hülsbusch war es ein besonderer Tag. Auch er setzte einen Fingerabdruck auf die Weltkarte. Vielmehr wurde ihm aber die Übernahme der Patenschaft für dieses Projekt übertragen. „Nun bin ich wieder in neuer Funktion hier. Als Pate der AFG, als Pate der Schule ohne Rassismus. Das macht mich sehr stolz. Auf diese Schule. Auf euch“, zeigte sich Robert Hülsbusch überzeugt von der neuen Aufgabe.

Er erinnerte sich an die Zeit als alles begann. Schüler aus einer Klasse der siebten Stufe machten den Anfang. Sie wurden als Guide für eine Anne-Frank-Ausstellung in Münster ausgebildet. In Berlin besuchten die Schüler Workshops zu dem Thema. „Es ließ sie nicht mehr los. Sie wollten mehr. Sie wollten eine Schule ohne Rassismus“, erklärte Hülsbusch in seiner Rede.

Viel Engagement und Gespräche seien notwendig gewesen. Geschafft hätten die Schüler einiges, aber die Arbeit fange nun an. „Besser, sie muss weitergehen“, so Hülsbusch. Und dies sei in diesen Zeiten nicht leichter geworden. Rassismus fange nicht bei offener Ablehnung an, sondern schon die kleinsten Situationen deuteten darauf hin, dass eine tiefe rassistische Einstellung bei einigen Menschen vorherrsche. „Ich wünsche uns allen, dass wir früh merken, wenn Rassismus entsteht, dass wir frühzeitig etwas dagegen tun“, forderte Robert Hülsbusch Schüler und Erwachsene zum Mitmachen auf.

Dass dieser Aufruf nicht verhallte, sahen die Zuschauer bei der nächsten Aktion. Aus allen Stufen kamen Schüler auf die Bühne und verlasen ihre Statements mit dem Anfang „Wir sind gegen Rassismus weil“: „Es die Welt aggressiver macht“ oder „Ein Mensch ist ein Mensch, egal welche Hautfarbe er hat.“ Somit kamen viele Aussagen zusammen und etliche Schüler verewigten sich mit einem Daumenabdruck auf der Weltkarte.

Zu was verpflichtet sich jetzt die AFG? Darauf wusste SV-Lehrerin Carola Terhürne folgendes zu berichten: Wer sich zu den Zielen einer Schule ohne Rassismus – Schule mit Courage bekennt, unterschreibt folgende Selbstverpflichtung: Ich werde mich dafür einsetzen, dass es zu einer zentralen Aufgabe meiner Schule wird, nachhaltige und langfristige Projekte, Aktivitäten und Initiativen zu entwickeln, um Diskriminierungen, insbesondere Rassismus, zu überwinden.

Wenn an meiner Schule Gewalt geschieht, diskriminierende Äußerungen fallen oder diskriminierende Handlungen ausgeübt werden, wende ich mich dagegen und setze mich dafür ein, dass wir in einer offenen Auseinandersetzung mit diesem Problem gemeinsam Wege finden, zukünftig einander zu achten.

Ich setze mich dafür ein, dass an meiner Schule ein Mal pro Jahr ein Projekt zum Thema Diskriminierungen durchgeführt wird, um langfristig gegen jegliche Form von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, vorzugehen.

Der Friedenskreis an der AFG war vertreten durch Roger Reinhardt und Klaus-Gerd Greif. Sie unterstützen das Projekt in vollem Umfang. „Wir gratulieren euch zu dem Erfolg und wünschen euch viel Kraft für die Zukunft, dass dieser Titel an der AFG bleibt“, so Greif, der auch ein Geschenk für die SV dabei hatte. Schulleiter Dr. Torsten Habbel beglückwünschte die Schüler, aber auch die Schule insgesamt. „Ich unterstütze euch in allen Belangen. Wir machen mit ganzer Kraft so weiter.“

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