Freibad-Sanierung
Edelstahl für Schwimmerbecken

Havixbeck -

Das Schwimmerbecken des Havixbecker Freibades soll komplett saniert werden und mit Edelstahl ausgekleidet werden. Diese Variante ziehen Kommunalpolitik und Gemeindeverwaltung einer bloßen Sanierung des Beckenkopfes vor.

Freitag, 08.02.2019, 18:30 Uhr
Im Gesamtplan zum Gestaltungskonzept, das das Planungsbüro „antec“ entwickelt hat, sind die sechs Bereiche eingekreist, in denen Maßnahmen möglich sind. Zunächst sollen die Bereiche 4, 5 und 6 rund um die beiden Becken in Angriff genommen werden.
Im Gesamtplan zum Gestaltungskonzept, das das Planungsbüro „antec“ entwickelt hat, sind die sechs Bereiche eingekreist, in denen Maßnahmen möglich sind. Zunächst sollen die Bereiche 4, 5 und 6 rund um die beiden Becken in Angriff genommen werden. Foto: Planungsbüro „antec“

Einen Schritt weiter ist die Gemeinde in Sachen Sanierung des Schwimmerbeckens und der Gestaltung der Außenanlagen des Freibades. Im Bauausschuss, im Sozialausschuss und zuletzt im Haupt- und Finanzausschuss wurde über das weitere Vorgehen beraten. Die vom Planungsbüro „antec“ (Koblenz) erstellte Machbarkeitsstudie zur Sanierung des Schwimmerbeckens und das Gestaltungskonzept für die Außenanlagen dienen dabei als Grundlage für das Angebotsverfahren zur Vergabe der Planungsleistungen und die Förderanträge. Das haben die Ausschüsse jeweils einstimmig beschlossen.

Beschlossen wurde auch, das undicht gewordene Schwimmerbecken komplett in Edelstahl auszukleiden. Zwar wäre eine Sanierung des Beckenkopfes die auf den ersten Blick preisgünstigere Variante (ca. 700 000 Euro statt ca 920 000 Euro). Diese allerdings beinhaltet nicht die Sanierung der Wassertechnik, der Hydraulik und der Leitungsführungen, was bei möglichen Problemen in diesen Bereichen zu sehr hohen Kosten führen würde, wie die Fachleute ausführen. „Die Mehrkosten gegenüber der Beckenkopfsanierung sind begründet und wiegen die Risiken einer Teilsanierung deutlich auf“, erklärte die Verwaltung.

Auch gegenüber einer Folienauskleidung habe die Edelstahlausführung deutliche Vorteile, wie die Machbarkeitsstudie erläutert. Die geringere Anfälligkeit bei Vandalismus, die bessere Reinigungsmöglichkeit, die attraktivere Optik, die Möglichkeit, das Becken durch ergänzende technische Einrichtungen (Sprudelbereich, Strömungskanäle) attraktiver zu machen und vor allem die Langlebigkeit sprechen klar für diese Variante.

Bei der Gestaltung der Außenbereiche haben sich Verwaltung und Politik auf drei Bereiche rings um die beiden Becken festgelegt, die auch Aspekte der Barrierefreiheit berücksichtigen.

So sollen in der südwestlichen Ecke des Nichtschwimmerbeckens (Bereich 4) die Pflasterflächen durch eine Decke aus Holz/Holz-Polymer-Werkstoff (WPC) ersetzt werden, auf die die Strandkörbe als Ensemble platziert werden können. Außerdem soll der Pflanzstreifen vor der Hecke im südlichen Beckenabschnitt entfernt und gepflastert werden, um den Beckenumgang zu verbreitern und besser nutzbar zu machen.

Im Übergang zwischen Nichtschwimmer- und Schwimmerbecken (Bereich 5) soll anstelle der Pflasterung ebenfalls ein Holzdeck eingerichtet werden, das durch Bepflanzung optisch abgegrenzt werden könnte. Schließlich soll auch der Beckenumgang um das Schwimmerbecken (Bereich 6) angefasst werden, dessen Potenzial als Aufenthalts- und Begegnungsraum zurzeit nicht genutzt werde. Ein erhöhtes Holzdeck als attraktive Sitz- und Liegefläche soll in der nordöstlichen Ecke der Badeplatte errichtet werden, in Sichtweite zur Sprunganlage, und gegenüber der Badeaufsicht.

Ein weiteres Holzdeck in der südöstlichen Ecke unmittelbar am Sprungbereich wäre möglich, in diesem Bereich wünscht sich der Förderverein Freibad Havixbeck allerdings eine Kletterwand. An dieser könnte man vom Wasser aus hochklettern und wieder hineinspringen. Diesen Wunsch nahm die Politik auf, zumal der Förderverein ein preisgünstiges Angebot eingeholt hatte und ankündigte, sich an den Kosten zu beteiligen.

Weitere Bereiche wurden zwar nicht berücksichtigt. Der Wunsch des Fördervereins, den Eingangsbereich umzugestalten und aufzuwerten, wurde von der Politik aber „wohlwollend zur Kenntnis genommen“, wie es im Protokoll zu der Sitzung heißt. Da die Maßnahmen aus dem Konzept nach und nach umgesetzt werden können, stellte die Verwaltung in Aussicht, dass die zunächst zurückgestellten Bereiche später auch noch abgearbeitet werden könnten.

Nach dem höchstwahrscheinlich zustimmenden endgültigen Beschluss des Rates am kommenden Donnerstag (14. Februar) kann die Ausschreibung und Vergabe des Planungsauftrags, im Anschluss die konkrete Planung erfolgen. Außerdem sollen die Förderanträge gestellt werden. Im Haushalt sind in diesem Jahr 250 000 Euro eingestellt. 1,1 Millionen Euro stehen dann 2020 für die Umsetzung der Maßnahmen zur Verfügung, die nach dem Ende der Badesaison erfolgen soll.

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