Johannes Schräder wird 90 Jahre alt
Bei Eiseskälte in der Kutsche zur Taufe

Havixbeck -

Johannes Schräder, Ehrengemeindebrandmeister der Gemeinde Havixbeck, feiert am Mittwoch (13. Februar) seinen 90. Geburtstag. 15 Jahre lang stand er als Leiter der Freiwilligen Feuerwehr vor.

Mittwoch, 13.02.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 14.02.2019, 18:15 Uhr
Sein 90. Lebensjahr vollendet Johannes Schräder, Ehrengemeindebrandmeister der Gemeinde Havixbeck, am heutigen Mittwoch.
Sein 90. Lebensjahr vollendet Johannes Schräder, Ehrengemeindebrandmeister der Gemeinde Havixbeck, am heutigen Mittwoch. Foto: Ansgar Kreuz

Seinen 90. Geburtstag feiert am heutigen Mittwoch (13. Februar) Johannes Schräder . Verdienste erwarb sich der Jubilar in besonderer Weise bei der Freiwilligen Feuerwehr Havixbeck, deren Leiter er 15 Jahre lang war. Aber auch in anderen Bereichen des Gemeindelebens brachte er sich engagiert ein.

Geboren wurde Johannes Schräder am 13. Februar 1929 in Lasbeck. Sein Elternhaus ist das markante Sandsteingebäude, das an der Landstraße in Richtung Nottuln kurz hinter dem Bahnübergang an der scharfen Linkskurve steht. Am dritten Lebenstag wurde er in der Pfarrkirche St. Dionysius getauft. Minus 20 Grad hätten damals geherrscht. „Damit ich nicht fror, wurden im Feuer aufgeheizte Backsteine mit in die Kutsche gelegt“, erinnert sich Johannes Schrä­der.

Nach dem Abschluss der Volksschule tat Johannes Schräder einen Schritt, der sein weiteres Leben entscheidend prägen sollte: Mit 14 Jahren wurde er Mitglied der Freiwilligen Feuerwehr. „Mit der Hitlerjugend wollte ich nichts zu tun haben“, erklärt er, warum er sich für diesen Weg entschied. In Erinnerung geblieben sind ihm die Löscheinsätze nach den schweren Bombenangriffen in der Nachbarstadt Münster im Jahr 1944. Anfang 1945 wurde Johannes Schräder noch zur Wehrmacht eingezogen. Er geriet in englische Kriegsgefangenschaft, aus der er im Sommer entlassen wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg arbeitete Johannes Schräder zunächst als Landwirt. Sieben Jahre lang war er dann als Busfahrer bei der Firma Lülf-Niehoff tätig, bevor er im November 1962 als Busfahrer bei den Stadtwerken Münster anfing. Im August 1972 wechselte Schräder schließlich zur Gemeindeverwaltung Havixbeck, wo er bis zum Eintritt in den Ruhestand als Technischer Angestellter Dienst tat.

In seiner Freizeit widmete sich Johannes Schräder ganz der Freiwilligen Feuerwehr. Als Gerätewart konnte er mit seiner Frau Margret, die er 1957 heiratete, die Wohnung des damals neu errichteten Feuerwehrhauses an der Josef-Heydt-Straße beziehen. Zehn Jahre später, im Jahr 1967, zog das Ehepaar in sein Eigenheim an der Herkentruper Straße um.

Bereits 1955 wurde Johannes Schräder zum stellvertretenden Wehrführer ernannt. 1969 trat er als Leiter der Feuerwehr die Nachfolge seines Schwiegervaters Emil Duwe an. Bis zum September 1984 lenkte Johannes Schräder die Geschicke der Havixbecker Feuerwehr. In seine Amtszeit fiel die Entscheidung zum Bau des heutigen Feuerwehrgerätehauses. „Bei einem Spaziergang haben Gemeindedirektor Josef Bleiker und ich das Grundstück ausgesucht“, blickt Schräder zurück. Die verkehrsgünstige Lage habe den Ausschlag gegeben.

Auch im Ruhestand blieb Johannes Schräder aktiv. Als Seniorenmessdiener tat er noch bis zu seinem 86. Lebensjahr Dienst am Altar in der Pfarrkirche St. Dionysius. Mehrere Jahre lieferte er als Fahrer von „Essen auf Rädern“ Mittagsmahlzeiten aus. Das Kegeln in Havixbecks ältestem Kegelclub „Blauer Montag“ und die Doppelkopfrunden mit Freunden gehörten zu den Hobbys des 90-Jährigen. Und als Mitglied der Ehrenabteilung verfolgt der Ehrengemeindebrandmeister bis heute die Entwicklung der Freiwilligen Feuerwehr.

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