Anne-Frank-Gesamtschule
Größter Zuspruch seit Gründung

Havixbeck -

227 Eltern haben in dieser Woche ihre Kinder an der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG) angemeldet. „Das sind 50 Anmeldungen mehr als vor einem Jahr oder 100 mehr als vor zwei Jahren. Für den Erfolg scheint es gute Gründe zu geben.

Freitag, 15.02.2019, 17:06 Uhr aktualisiert: 15.02.2019, 18:43 Uhr
Nach den vier Anmeldetagen zog AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel am Freitagnachmittag Bilanz und freute sich über das rekordverdächtige Anmeldeergebnis an beiden Standorten.
Nach den vier Anmeldetagen zog AFG-Schulleiter Dr. Torsten Habbel am Freitagnachmittag Bilanz und freute sich über das rekordverdächtige Anmeldeergebnis an beiden Standorten. Foto: Sylwia Marschalkowski

Die Spitzenzahlen spiegeln sich in allen Bereichen wider: knapp 70 der angemeldeten Kinder wohnen in Havixbeck und fast 60 in Billerbeck. Damit melden sich mehr Kinder als jemals zuvor an der Schule des eigenen Standortes an. Aber auch aus dem Umland ist das Interesse an der Gesamtschule gestiegen: aus zehn umliegenden Orten orientieren sich Eltern, deren Kinder aktuell eine der 24 Grundschulen besuchen, an die Gesamtschule in Havixbeck oder Billerbeck. Coesfeld und Dülmen-Rorup sind neu in den Einzugsbereich der Schule hinzugekommen.

55 Eltern haben bereits ein älteres Geschwisterkind an der AFG angemeldet, „ein erfreulicher Vertrauensvorschuss“, deutet Dr. Torsten Habbel diese Zahl. Die Bläserklasse ist für 38 Schüler interessant und kann in Havixbeck problemlos gebildet werden.

Vielfalt als Qualitätsmerkmal

Auf das Geheimnis des großen Erfolges angesprochen, erläutert der Schulleiter: „Unsere Gesellschaft ist bunt und vielfältig. In jedem Betrieb, in jeder Firma, ja in jedem Beruf arbeiten Menschen mit unterschiedlichen Fähigkeiten zusammen. Vielfalt ist ein Qualitätsmerkmal, das die Gesamtschule abbildet. Deswegen beschränken wir uns nicht auf die leistungsschwachen oder auf die starken Schüler, sondern schöpfen unsere Kraft aus der Heterogenität unserer Schülerinnen und Schüler. Mit den daraus entstehenden Synergieeffekten entwickeln wir gemeinsam eine gute Schule.“

Einziger Wermutstropfen, so Dr. Habbel: „Ich bedauere es sehr, dass wir nicht alle Schüler zu uns aufnehmen können.“ Vor einem Jahr ist die AFG um zwei Klassen mit insgesamt 58 Schülerinnen und Schülern in Billerbeck gewachsen, „ein schnelles Weiterwachsen kann gefährlich werden. Denn eine gute Schule benötigt Zeit, sie muss auf Dauer akzeptiert werden“, betont der Schulleiter.

Die Schulwege oder der Besuch der Grundschule des Ortes dürfen bei der Auswahl nicht herangezogen werden.

Dr. Torsten Habbel

Aktuell sichten Dr. Torsten Habbel mit Vera Thomas, Abteilungsleiterin für die Jahrgangsstufen 5 bis 7, die Anmeldungen. Gemeinsam werden sie nach den strengen Vorgaben des Schulgesetzes das Auswahlverfahren durchführen. Mit hoher Priorität wird dabei die unterschiedliche Leistungsfähigkeit, die Heterogenität, der Schüler berücksichtigt werden. „Die Schulwege oder der Besuch der Grundschule des Ortes dürfen bei der Auswahl nicht herangezogen werden“, verweist der Schulleiter ausdrücklich auf das Schulgesetz. „Eltern aus dem Umland der Baumbergeregion haben das gleiche Recht, ihr Kind an einer Gesamtschule anzumelden wie alle anderen Eltern auch.“ Letztlich werde das Los entscheiden.

Für die 174 Schülerinnen und Schüler, die die AFG aufnehmen kann, freuen sich Torsten Habbel und Vera Thomas. Denn „Eltern verlassen sich zu Recht auf eine gute Qualität der Schule. Eine wesentliche Voraussetzung dafür ist Heterogenität unserer Schülerschaft, die wir garantieren. Gemeinsam werden wir eine gute Schule weiterentwickeln.“

https://event.yoochoose.net/news/705/consume/10/2/6393657?categorypath=%2F2%2F84%2F61%2F93%2F104%2F162%2F
Piratenschiff im „Abi Südpark” abgebrannt
Nächtlicher Feuerwehreinsatz: Piratenschiff im „Abi Südpark” abgebrannt
Nachrichten-Ticker