Kompliziertes Auswahlverfahren
174 Schulplätze an der AFG verteilt

Havixbeck/Billerbeck -

Das Auswahlverfahren an der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck – Billerbeck ist beendet. Von den 227 Bewerbern erhalten 174 Fünftklässler zum nächsten Schuljahr einen Platz.

Donnerstag, 21.02.2019, 17:50 Uhr
174 Fünftklässler starten im Sommer neu an der Anne-Frank-Gesamtschule.
174 Fünftklässler starten im Sommer neu an der Anne-Frank-Gesamtschule. Foto: AFG

Nach Abschluss der Anmeldewoche an der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) mussten in dieser Woche die 227 Bewerber auf die zur Verfügung stehenden 174 Plätze verteilt werden. Keine leichte Aufgabe für Schulleiter Dr. Torsten Habbel und Abteilungsleiterin Vera Thomas , die für das komplizierte Auswahlverfahren drei Tage benötigten.

„Grundlage für die Entscheidung, welche Schüler wir aufnehmen dürfen, ist die ‚Allgemeine Prüfungsordnung der Sekundarstufe I‘ mit ihren entsprechenden Verwaltungsvorschriften“, erläutert Schulleiter Habbel.

Im vergangenen Jahr griffen diese strengen Vorgaben nicht in Billerbeck, da durch die Schulneugründung der AFG einmalig alle Schüler des Ortes Billerbeck aufgenommen wurden. Nach der Genehmigung durch die Bezirksregierung müssen dieses Jahr jedoch die gesetzlichen Richtlinien vollständig für das Aufnahmeverfahren berücksichtigt werden.

Demnach nimmt die Schule zuerst all die Kinder auf, die ihr zugewiesen wurden. So hat das Schulamt Coesfeld in Rücksprache mit der Bezirksregierung Münster der AFG insgesamt 13 Schülerinnen und Schüler mit sonderpädagogischem Unterstützungsbedarf zugeordnet. Zudem haben sechs Kinder mit Migrationshintergrund, die noch in der Erstförderung sind, das Recht, an die AFG zu wechseln.

Die verbleibenden Plätze wurden nach den Vorgaben des Gesetzes verteilt. „In diesem Gesetz bildet sich der Kern der Gesamtschulidee ab: jeder Schüler wird in seiner Einzigartigkeit angenommen und die Verschiedenheit der Schulgemeinde wird als positives Merkmal gewinnbringend in die Schule eingebracht“, erläutert Dr. Torsten Habbel.

Deswegen wurden drei Leistungsebenen unterschieden, in denen sich die Heterogenität von Gymnasial-, Real- und Hauptschulempfehlungen widerspiegelt. „Aus jedem dieser drei Ebenen haben wir gleich viele Schüler ausgelost, wobei wir ein ausgewogenes Verhältnis von Mädchen und Jungen berücksichtigt haben“, ergänzt Vera Thomas.

Da die AFG die einzige Gesamtschule der Baumberge-Region ist, verbietet das Schulgesetz, den Weg zu Schule, also den Wohnort der Schüler, bei dem Losverfahren zu berücksichtigen. „Eltern aus Coesfeld, Rorup, Nottuln, Laer oder Darfeld haben das gleiche Recht, ihr Kind an der Gesamtschule anzumelden, wie die Eltern aus Billerbeck oder Havixbeck“, konkretisiert Dr. Habbel die gesetzlichen Vorgaben für die AFG. „Ich darf kein Kind bevorzugen oder benachteiligen.“

Diese Vorgaben wirkten sich entsprechend auf das Losverfahren aus. So hatten aus Billerbeck sechs und aus Havixbeck sieben Schülerinnen und Schüler kein Losglück. „60 Kinder aus Havixbeck und 50 Schüler aus Billerbeck haben einen Schulplatz erhalten“, so Thomas.

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