Deutschkurs bei „INCA plus“
Gemeinsam zur Sprachprüfung

Havixbeck -

Ein halbes Jahr lang trafen sich rund zehn Geflüchtete an vier Tagen in der Woche im INCA-plus-Raum zum Deutschunterricht. Mit der offiziellen Prüfung ging der Kurs nun zu Ende.

Donnerstag, 28.02.2019, 10:00 Uhr
Ein halbes Jahr lang trafen sich die Teilnehmer mit ihren Kursleitern Manfred Molitor (l.) und Elisabeth Reis-Wedekind (2.v.l.) zum Deutschunterricht im INCA-plus-Raum.
Ein halbes Jahr lang trafen sich die Teilnehmer mit ihren Kursleitern Manfred Molitor (l.) und Elisabeth Reis-Wedekind (2.v.l.) zum Deutschunterricht im INCA-plus-Raum. Foto: Ansgar Kreuz

Mit der offiziellen Prüfung endete der von „INCA plus“ angebotene Deutschkurs A1 am Mittwoch. Schriftlich und mündlich mussten die rund zehn Bewerber vor Prüfern der Volkshochschule (VHS) im Sitzungssaal des Rathauses ihr Sprachwissen beweisen. Noch etwas gedulden müssen sich die Frauen und Männer allerdings, bis sie erfahren, ob sie mit Erfolg bestanden haben. Die Auswertung der Prüfungsunterlagen erfolgt zentral und anonymisiert in Frankfurt. Und dies kann einige Wochen dauern.

Gemeinsam mit den ehrenamtlich tätigen Kursleitern Elisabeth Reis-Wedekind und Manfred Molitor lernten die Teilnehmer noch bis einen Tag vor der Prüfung. Zur Übung wurden an die schriftliche Prüfung angelehnte Bögen ausgefüllt. Ebenso wurde der Verlauf der mündlichen Prüfung nachgestellt.

„Dieser Kurs richtete sich an Geflüchtete, die keinen Integrationskurs besuchen dürfen“, erläutert Manfred Molitor im Gespräch mit unserer Zeitung. „Und an Frauen, die für ihre kleinen Kinder keine Betreuungsmöglichkeiten haben und deshalb nicht an Kursen zum Beispiel in Münster teilnehmen können“, ergänzt Elisabeth Reis-Wedekind.

Während die Mütter und Väter die Grundlagen der deutschen Sprache erlernten, krabbelten und spielten gleich nebendran bis zu fünf Kinder. An diese Situation hätten sich alle zunächst gewöhnen müssen, aber letztlich habe es gut funktioniert, berichten die beiden Kursleiter.

Begonnen hat der Deutschkurs im August des vergangenen Jahres. Insgesamt 200 Stunden wurden angeboten. An vier Tagen in der Woche trafen sich die Teilnehmer vormittags zu einer 90 Minuten umfassenden Unterrichtseinheit im INCA-plus-Raum an der Altenberger Straße.

Menschen aus sechs verschiedenen Herkunftsländern lernten gemeinsam. Deshalb wurde die fremde Sprache für die Geflüchteten gleich zu einem verbindenden Element. „Untereinander musste Deutsch gesprochen werden, um sich zu verständigen“, beschreibt Manfred Molitor eine Besonderheit dieses Kurses.

Neben dem Sprachkurs A1 führte „INCA plus“ auch einen sogenannten ABC-Kurs durch. Dieser wurde von Dr. Heinrich Luftmann geleitet.

Die Prüfungsteilnehmer des A1-Kurses möchten weiter Deutsch lernen. Daher laufen bei „INCA plus“ derzeit Überlegungen, ob und wie ein aufbauender Kurs in Havixbeck angeboten werden kann.

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