Hegering Nottuln-Havixbeck
„Schulterschluss mit Landwirten suchen“

Havixbeck/Nottuln -

Zur Jahreshauptversammlung des Hegerings Nottuln-Havixbeck konnte Hegeringleiter Karl Weckendorf am Mittwochabend rund 60 Mitglieder im Landgasthof Arning begrüßen.

Donnerstag, 14.03.2019, 16:00 Uhr aktualisiert: 14.03.2019, 16:11 Uhr
Für langjährige Mitgliedschaften und besondere Leistungen wurden geehrt (v.l.): Michael Vogts, Alfons Bünker, Robert Stahl, Phil Brintrup, Hubert Schulze Weddern, Ute Vogts, Thomas Knoll, Johannes Lenter, Karl Weckendorf, der die Auszeichnungen überreichte.
Für langjährige Mitgliedschaften und besondere Leistungen wurden geehrt (v.l.): Michael Vogts, Alfons Bünker, Robert Stahl, Phil Brintrup, Hubert Schulze Weddern, Ute Vogts, Thomas Knoll, Johannes Lenter, Karl Weckendorf, der die Auszeichnungen überreichte. Foto: Hegering

Zur Jahreshauptversammlung des Hegerings Nottuln-Havixbeck konnte Hegeringleiter Karl Weckendorf am Mittwochabend rund 60 Mitglieder im Landgasthof Arning begrüßen. Erstmals fand diese in der Woche und nicht an einem Freitag statt. Neben dem neuen Termin gab es auch eine umgestellte Tagesordnung sowie einen Imbiss aus Wildspezialitäten in Form von „Finger Food“.

Zu Beginn gab Werner Gorschlüter als Kreisjagdberater einen Überblick über die Strecke des Hegerings. Er wies besonders auf die seit Jahren stark steigende Anzahl erlegter Rehe hin. Demgegenüber stehen allerdings nach wie vor geringe Strecken bei Hasen, Fasanen und Kaninchen.

„Auch die Wildschweine breiten sich im Gebiet des Hegerings aus, darauf weist die Zahl von sieben erlegten Stücken im vergangenen Jahr hin“, heißt es in einer Pressemitteilung des Hegerings. Gorschlüter hatte hier einen interessanten Zeitvergleich parat: Für das Gebiet des heutigen NRW stammen die ältesten, belegbaren Streckenmeldungen aus dem Jahr 1939. Damals kamen 973 Wildschweine zur Strecke, im vergangenen Jahr waren es dagegen 66 100 Schwarzkittel. Ähnlich verhält es sich mit Rehwild, Damwild und Rotwild.

Im Anschluss nahm Karl Weckendorf gemeinsam mit Werner Gorschlüter die Ehrung der Trophäen vor, die die Jäger an diesem Abend zur gegenseitigen Begutachtung mitgebracht hatten. Den mit mindestens sechs Jahren ältesten Bock hatte Hans Glose erlegt. Die kurioseste Gehörnform hatte Gorschlüter bei der Trophäe von Maria Weckendorf ausgemacht. Den stärksten Bock hatte im vergangenen Jahr Walter Beckmann geschossen.

In seinem Jahresbericht ging Karl Weckendorf insbesondere auch auf das neue Landesjagdgesetz, das in diesen Tagen in Kraft tritt. Außerdem führte er einige Gedanken zur Afrikanischen Schweinepest aus – hier sind die Jäger gefragt, um heimische Nutztierbestände gemeinsam mit den Landwirten zu schützen. Ein leidenschaftliches Plädoyer hielt er für den Landesjagdverband als starke Vertretung aller Jäger – daher seien auch möglichst alle Jägerinnen und Jäger gefordert, sich in den jagdlich schwierigen Zeiten dort als Mitglied zu engagieren.

Turnusgemäß standen auch Wahlen an. Einstimmig wiedergewählt wurden Karl Weckendorf als Hegeringleiter und Michael Vogts als Geschäftsführer. Zum Kassenprüfer wurde Thomas Schulze Westerhoff gewählt. Neu im Leitungsteam des Hegerings ist Adrian Vogts, der nun Obmann für junge Jäger ist und das Amt von Phil Brintrup übernimmt. Phil Brintrup kümmert sich zukünftig um den Internetauftritt und die Sozialen Medien.

Referent des Abends war Thomas Vennekel, Landwirt aus Krefeld und passionierter Jäger. Er referierte zum Thema Niederwild und brachte dabei interessante Aspekte hinsichtlich der Wechselwirkungen von Wetter, Straßenverkehr, Krankheiten und Landwirtschaft auf die Entwicklung der Niederwildbestände ins Spiel. Fakt ist seiner Meinung nach, dass auf einer Fläche immer nur eins gedeihen kann: entweder landwirtschaftliche Kulturen oder Biotope bzw. Niederwild und sonstige Tierarten. Als aktiver Bauer und Jäger forderte er zum Schulterschluss zwischen Jägern und Landwirten auf – der sei zwar nicht immer einfach, aber lohnenswert: „Der Einsatz für unser Niederwild bedeutet Arbeit, die aber mit dem Erhalt eines Kulturguts entlohnt wird.“

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