Lippeverband und Gemeinderat
Gromöller: „Sinn und Zweck zunächst erörtert“

Havixbeck -

Mit dem möglichen Verkauf des Abwassernetzes der Gemeinde Havixbeck beschäftigte sich der Gemeinderat in nichtöffentlicher Sitzung in der vergangenen Woche. Zwei Mitarbeiter des Lippeverbandes standen Rede und Antwort zu dem Thema. Der Lippeverband betreibt seit Jahrzehnten auch das Havixbecker Klärwerk.

Mittwoch, 20.03.2019, 18:06 Uhr
Der Lippeverband betreibt in Havixbeck die Kläranlage.
Der Lippeverband betreibt in Havixbeck die Kläranlage. Foto: Ansgar Kreuz

„Wir haben den Sinn und Zweck dieser Maßnahme erörtert und wollten zunächst weitere Informationen vom Lippeverband erhalten“, berichtet Bürgermeister Klaus Gromöller auf Nachfrage. Die Vor- und Nachteile seien aufgezeigt worden. Mit den kaufmännischen Angelegenheiten beschäftige sich nicht jedes Ratsmitglied, deshalb sei es wichtig, im Vorfeld viele Details zu bekommen.

Wie Gromöller ausführte, habe bekanntlich die Kommune Nordkirchen ihr Abwassernetz an den Lippeverband verkauft und gute Erfahrungen gemacht. Weitere Städte und Gemeinden seien dabei, dies zu prüfen.

Es gab zu dem Thema im letzten Jahr einen Antrag der CDU-Fraktion, diese Angelegenheit zu diskutieren. Immerhin sind Millionenbeträge dabei für den Haushalt zu generieren.

„Es ging nicht um Zahlen und Termine. Wir haben keinen Zeitdruck. Ob und wann wir das Thema wieder anfassen, bleibt zunächst völlig offen“, sagte Gromöller. Er verwies darauf, dass es für Kommunen in der Zukunft immer schwieriger würde, den wachsenden Anforderungen gerecht zu werden. Die Nachweispflicht und die Instandhaltung würden ein umfangreiches Arbeitsgebiet für eine kleine Kommune wie Havixbeck.

Die Sorge aus der Bevölkerung, dass die Gebühren dann teurer würden, sieht Bürgermeister Gromöller nicht in der Form. Dies sei immer eine Einzelfallentscheidung und könne nicht mit anderen Städten verglichen werden. Die Verwaltung habe gute Erfahrungen in all den Jahren mit dem Lippeverband gemacht. Das Unternehmen habe die Gebühren für die Bürger stabil gehalten, aber auch die Anlage immer wieder auf den neuesten Stand gebracht. „Wir werden weiter mit dem Lippeverband verbunden sein, mit oder ohne der Verkauf des Abwassernetzes“, so Gromöller im Gespräch.

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