AFG-Oberstufenzentrum
Krebserkrankung Leukämie schülernah erklärt

Havixbeck -

Medizinprofessor Stelljes berichtete schülernah über die Entstehung von Leukämie und seiner Arbeit als Wissenschaftler auf diesem Gebiet.

Samstag, 23.03.2019, 06:00 Uhr
Wissenschaft und Schule im Gespräch: Begleitet von den Oberstufenschülern Leo Sulzbacher (l.) und Leon Heinrich (r.) setzten Professor Dr. Matthias Stelljes und Lehrerin Jutta Kreimer-Bleeck auch nach dem lebendigen Vortrag den Austausch fort.
Wissenschaft und Schule im Gespräch: Begleitet von den Oberstufenschülern Leo Sulzbacher (l.) und Leon Heinrich (r.) setzten Professor Dr. Matthias Stelljes und Lehrerin Jutta Kreimer-Bleeck auch nach dem lebendigen Vortrag den Austausch fort. Foto: AFG/Luca de Francesco

Professor Dr. Matthias Stelljes , Leiter des Knochenmark-Transplantationszentrums des Universitätsklinikums Münster ( UKM ), kam zu einem Vortrag mit anschließender Diskussion in das Oberstufenzentrum der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ). Leistungskurslehrerin Jutta Kreimer-Bleeck hatte Stelljes in die Schule eingeladen und über 200 Schüler – auch aus weiteren Kursen der gymnasialen Oberstufen – kamen.

Medizinprofessor Stelljes berichtete schülernah über die Entstehung von Leukämie und seiner Arbeit als Wissenschaftler auf diesem Gebiet. Dabei zeichnete er den Verlauf einer typischen Krebserkrankung nach: vom ersten Besuch eines Patienten bei seinem Arzt, bei dem der Patient über Symptome klagt, bis hin zur Diagnose und den derzeit aktuellen Therapiemöglichkeiten. In der sich anschließenden Diskussion brachten die Schüler auch kritische, im Unterricht immer wieder zu Kontroversen führende Themen ein: Rechtfertigen grausame Tierversuche die medizinische Forschung? Wie sind die ethischen Bedenken zur Stammzelltherapie zu beurteilen? Auf hohem Niveau diskutierten die Oberstufenschüler mit dem Universitätsprofessor, jedoch ohne die Fragen abschließend beantworten zu können, so die AFG in einer Pressemitteilung.

„Das war auch nicht das primäre Ziel“, so Jutta Kreimer-Bleck, „denn dazu sind die Fragestellungen zu komplex. Vielmehr sollten die Schülerinnen und Schüler beispielhaft ein Forschungsgebiet im universitären Kontext kennenlernen und eine Orientierungshilfe bei der eigenen Berufswahlfindung erhalten.“

Prof. Dr. Stelljes, selbst Vater zweier AFG-Oberstufenschüler, unterstützt das Anliegen der Schule. Denn auch er wusste nach dem Abitur nicht sofort, was er beruflich machen sollte. „Nicht jeder Weg ist gradlinig und häufig ist nach dem Abitur noch nicht klar, wohin der Weg führen wird. Es wird sich finden!“

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