Landwirtschaftlicher Unfall
Wachstumshemmer ausgelaufen

Havixbeck -

6000 Liter einer Wachstumshemmer-Chemikalie liefen beim landwirtschaftlichen Unfall an der Kreuzung Richtung Bahnhof und Nottuln vor zwei Wochen aus einem Spritzanhänger aus (wir berichteten).

Samstag, 13.04.2019, 13:00 Uhr
Nach dem landwirtschaftlichen Unfall vor zwei Wochen wurde die Bankette mit einer festen Folie (kl. Bild) abgedeckt, damit der Niederschlag nicht tiefer eindringt.
Nach dem landwirtschaftlichen Unfall vor zwei Wochen wurde die Bankette mit einer festen Folie (kl. Bild) abgedeckt, damit der Niederschlag nicht tiefer eindringt. Foto: Klaus de Carné

6000 Liter einer Wachstumshemmer-Chemikalie liefen beim landwirtschaftlichen Unfall an der Kreuzung Richtung Bahnhof und Nottuln vor zwei Wochen aus einem Spritzanhänger aus (wir berichteten). Die Flüssigkeit war verdünnt und kein Konzentrat, erklärte Kreisbrandmeister Christoph Nolte auf Anfrage unserer Zeitung. 200 Liter der Flüssigkeit werden normalerweise auf einen Hektar Landfläche aufgebracht. Wahrscheinlich durch einen Fahrfehler kippte der Anhänger um und die Chemie lief auf die Straße sowie auf die Bankette.

„Da es kein Konzentrat war, sondern eine fertig gemischte Verdünnung musste das Erdreich nicht sofort ausgebaggert werden“, erklärte Kreisbrandmeister Nolte, der bei dem Unglück vor Ort war. Ein Fachbüro aus Marl, das sich mit chemischen Substanzen besonders auskennt, hätte sofort Entwarnung gegeben.

Bekanntlich sei in dem Bereich schwerer Mergelboden vorzufinden, sodass das Wasser nicht so schnell in die Tiefe dringen konnte. „Die größte Unsicherheit waren und sind die Versorgungsleitungen an der Stelle“, so Nolte. Es handele sich um Kabeltrassen wie auch Gas- und Wasserleitungen. Straßen NRW als Baulastträger der Landstraße habe alle Firmen informiert und nun warte man ab, wo jetzt genau die Leitungen liegen könnten. Beim Auskoffern würden sonst noch viel größere Schäden entstehen.

Als erste Maßnahme habe man die Flächen vorsorglich mit Planen abgedeckt, um Niederschlagswasser gar nicht erst in dem Bereich absickern zu lassen.

Ein Fachbüro aus Münster begleite die Sanierungsmaßnahmen, um das Erdreich zu entfernen, aber auch geordnet zu entsorgen, so Nolte.

Wann mit der Auskofferung begonnen wird, ist noch unklar. Derweil wurde aber eine Baustellenampel aufgestellt, da der Verkehr einspurig an der Hauptschadensstelle vorbeigeführt werden muss. Diese ist auch während der Sanierungsarbeiten erforderlich, um die Bagger und Lkw ordentlich an der Straße abstellen zu können. „Es hat zu keiner Zeit eine Gefahr für das Grundwasser bestanden“, so Kreisbrandmeister Christoph Nolte.

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