Neues aus der Partnergemeinde Bestensee
Ente setzt Storch vor die Tür

Havixbeck/Bestensee -

Ein Storch musste in Havixbecks Partnergemeinde Bestensee beim Landeanflug auf sein Nest wieder abdrehen. Eine brütende Ente machte ihm das „Wohnrecht“ streitig.

Dienstag, 14.05.2019, 12:18 Uhr
Um das „Wohnrecht“ in diesem Nest ist ein Streit entbrannt: Eine Ente hat sich zum Brüten darin niedergelassen und zwingt den Storch, ein anderes Quartier in der Nachbarschaft zu suchen.
Um das „Wohnrecht“ in diesem Nest ist ein Streit entbrannt: Eine Ente hat sich zum Brüten darin niedergelassen und zwingt den Storch, ein anderes Quartier in der Nachbarschaft zu suchen. Foto: Wolfgang Purann

Helle Aufregung herrschte an einem Storchennest in Havixbecks brandenburgischer Partnergemeinde Bestensee. Um das „Wohnrecht“ in luftiger Höhe gab es dort zwischen klappernden und schnatternden Konkurrenten einen Streit. Eine Ente hatte es sich doch glatt zum Brüten in der Behausung des Storchenpaares bequem gemacht.

Schon vor Jahrzehnten haben sich in Bestensee Störche angesiedelt. Fast immer gab es Nachwuchs, aber 2017 ließ sich erstmals kein Storch blicken. So hofften alle auf 2018. Beide Storche trafen fast gleichzeitig, aber erst sehr spät ein und versuchten sich auch am Nachwuchs, aber es klappte nicht. Sie ließen sich schließlich nur noch selten am Nest blicken und verschwanden später ganz.

In diesem Jahr traf der bekannte Adebar bereits Anfang April ein, aber der Partner ließ sich Zeit. Um der Langeweile zu trotzen, trieb er sich tagelang herum, ohne auf sein Nest zu achten. Als er Ende April zurückkehrte, brach er jeden Landeversuch über seinem Nest ab und flog weiter. Was war geschehen? Auf Fotos waren beim genaueren Hinsehen die oberen Umrisse einer Ente im Nest zu sehen. Offenbar hatte der Wasservogel das Netz besetzt brütete.

Klarheit musste her. Bürgermeister Klaus-Dieter Quasdorf besorgte einen Hubsteiger. Und so konnten die Beteiligten aus rund zehn Meter Höhe in das Nest blicken. In der Tat lag dort eine brütende Ente, die sich durch nichts stören ließ.

Störche in Bestensee

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  • Foto: Wolgang Purann
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  • Störche in Bestensee Foto: Wolgang Purann
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In rund 100 Metern Entfernung wurde vor mehreren Jahren ein zweites Storchennest errichtet in der Hoffnung, dass sich dort ein zweites Paar ansiedelt. Bisher ohne Erfolg. Aber dafür war es jetzt ein ideales Ausweichquartier für den Storch, dessen Quartier zum Entennest wurde. Zwei Tage später traf auch die Partnerin ein. Die Freude war groß, es wurde eifrig geklappert.

Aber die ungestörte Freude währte nicht lang, denn am nächsten Tag wollte ein Nebenbuhler dem „Herrn des Hauses“ seine Geliebte und das Nest streitig machen. Über längere Zeit gab es heftige Kämpfe, in die auch das erste Storchennest einbezogen wurde. Aber hier verteidigte die Ente erfolgreich ihr neu angeeignetes Zuhause. So konzentrierten sich die Auseinandersetzungen hauptsächlich auf das zweite Nest, aber auch auf der nebenan liegenden Wiese ging es nicht zimperlich zu. Zeitweise war sogar ein in der Luft kreisender vierter Storch zu sehen. Schließlich flogen alle Richtung Pätzer Vordersee und ließen das Nest allein.

Am folgenden Tag wurde das Bestenseeer Storchenpaar wieder friedlich auf der Wiese spazierend und nach Futter suchend beobachtet. Vermutlich hatte der Nebenbuhler aufgegeben.

Zwischenzeitlich ist Ruhe am Storchennest eingekehrt. Alles sieht nach harmonischer Zweisamkeit aus.

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