Baumberger-Sandstein-Museum
Droste nicht mehr im Glashaus

Havixbeck -

Jetzt wandert sie weiter, die Droste. Mit einem großen Angebot an Führungen, einer performativen Installation mit kleinen und großen Judenbuchen, Workshops und rhythmischen Sprechduetten ist das Projekt „Mit Droste im Glashaus“ im Sandstein-Museum am Sonntag zu Ende gegangen. Seit April war die zweite Phase des Langzeitprojekts rund um Annette von Droste-Hülshoff in Havixbeck zu Gast.

Montag, 03.06.2019, 17:08 Uhr aktualisiert: 04.06.2019, 16:50 Uhr
17 Künstler waren an der Ausstellung zur Droste in Havixbeck beteiligt. Sie haben in ganz unterschiedlicher Art und Weise ihren Zugang zu der Dichterin in Stein, Wasser, Metall, Textilien und anderem Material analog oder multimedial zum Ausdruck gebracht.
17 Künstler waren an der Ausstellung zur Droste in Havixbeck beteiligt. Sie haben in ganz unterschiedlicher Art und Weise ihren Zugang zu der Dichterin in Stein, Wasser, Metall, Textilien und anderem Material analog oder multimedial zum Ausdruck gebracht. Foto: Maxi Krähling

„Wir haben uns hier super wohl gefühlt. Etwa 2000 Besucher konnten wir für die Ausstellung begeistern. Manche Veranstaltungen waren direkt ausverkauft. Insgesamt sind wir überrascht und sehr erfreut, wie das Projekt hier angenommen worden ist“, sagte Projektleiter Christoph Hetzel .

17 Künstler waren an der Ausstellung zur Droste in Havixbeck beteiligt. Sie haben in ganz unterschiedlicher Art und Weise ihren Zugang zu der Dichterin in Stein, Wasser, Metall, Textilien und anderem Material analog oder multimedial zum Ausdruck gebracht. Dazu kamen viele Abendveranstaltungen mit unterschiedlichen Bands, Gruppen, Workshops und Lesungen. Insgesamt ein absolut abwechslungsreiches Programm, mit dem die Havixbecker und alle anderen Besucher die Droste von einer ganz anderen Seite erleben konnten. Auch, dass die Droste tatsächlich bis heute noch aktuell ist und überall zu finden ist.

Droste nicht mehr im Glashaus

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Diesen Ansatz verfolgt zumindest Ruppe Kosseleck. Der Konzeptkünstler hat sich auf die Suche nach der echten Judenbuche gemacht. Gefunden hat er den Baum aus Annettes Werk nicht, aber etwas Ähnliches. Zumindest die Pflanzen aus einem Laubengang, durch den die Dichterin selbst schritt. „Es ist unwahrscheinlich, dass nicht ein einziges Molekül von ihr nicht daran haften geblieben ist“, erklärt Ruppe Kosseleck.

Also hat er mehrere Setzlinge dieses Laubengangs aus Buchen ausgegraben. Jetzt wachsen die kleinen Pflänzchen in großen Töpfen heran – in gewisser Weise echte Judenbuchen. Ganz ähnlich hat er es mit dem Wasser aus dem Burggraben von Burg Hülshoff gemacht. Gemischt mit normalem Leitungswasser und Wasser aus dem Graben von Haus Rüschhaus, stand ein ganzer Kanister am Sonntag im Hof des Sandstein-Museums bereit: „Annette zum Abzapfen und Mitnehmen oder für die ganz Mutigen, zum Trinken“, sagt Kosseleck. Diese Idee, sich der Droste zu nähern, sorgte für Gesprächsstoff sowohl unter den Experten als auch bei den Besuchern.

„Toll ist, dass wir so gut ins Gespräch kommen. Ich hatte nach mehreren Veranstaltungen im Museum wirklich tolle Gespräche mit Besuchern, die erzählten, dass sie jetzt über die Texte und Werke einen ganz neuen Zugang zum Thema bekommen haben“, bestätigt auch Rita Morrien. Als Professorin für Literaturwissenschaften an der Uni Paderborn hat sie die Veranstaltungsreihe wissenschaftlich begleitet.

Die Auswahl des Sandstein-Museums als Veranstaltungsort habe sich als Erfolg für das Projekt erwiesen. „Das Ganze ist ein Prozess. Die Umsetzung sollte sich entwickeln, weshalb wir für die ganze Veranstaltungsreihe kein festes Konzept haben. Auch wir als Künstler müssen immer im Prozess sein“, erklärte Martina Fleßner, die mit Christoph Hetzel die Projektleitung hatte.

„Deshalb ist die zweite Phase der Droste im Glashaus anders gewesen als der erste Teil auf Schloss Senden. Die Künstler sollten sich mit den jeweiligen Orten beschäftigen und diese mit in ihre Werke einbeziehen. Jeder Ort hat seinen ganz eigenen Reiz“, ergänzte Christoph Hetzel. Aber das, was die Ausstellung erreichen sollte, habe sie erreicht.

Jetzt zieht die Droste weiter – zur dritten Phase im Glashaus. Die startet am 23. August auf dem Hawerkamp-Gelände in Münster.

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