Ehrenamtliche Denkmalpfleger
Preisträger auf Burg Hülshoff

Havixbeck -

Das zwölfte Jahrestreffen der westfälisch-lippischen Preisträger des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) fand im Haus Rüschhaus und auf Burg Hülshoff statt.

Donnerstag, 13.06.2019, 17:50 Uhr
Beim Rundgang mit den LWL-Experten erhielten die Teilnehmenden einen detaillierten Einblick in den Garten und Haus Rüschhaus, den späteren Wohnort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff.
Beim Rundgang mit den LWL-Experten erhielten die Teilnehmenden einen detaillierten Einblick in den Garten und Haus Rüschhaus, den späteren Wohnort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff. Foto: LWL/Bodi

Zu ihrem zwölften Jahrestreffen kamen am Mittwoch die westfälisch-lippischen Preisträger des Deutschen Nationalkomitees für Denkmalschutz (DNK) auf Einladung der Annette- von-Droste-zu-Hülshoff-Stiftung im Haus Rüschhaus und auf Burg Hülshoff zusammen.

Auf Initiative des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) treffen sich seit 2008 die vom DNK ausgezeichneten ehrenamtlichen Denkmalpflegerinnen einmal im Jahr in Westfalen zum Erfahrungsaustausch.

„Das ehrenamtliche und private Engagement ist für das kulturelle Erbe unersetzlich und hat schon viele Denkmäler gerettet. Mit den Netzwerktreffen möchten wir uns bei den Preisträgern für ihren Einsatz bedanken und zugleich für das bürgerschaftliche Engagement in der Denkmalpflege werben“, sagte LWL-Chefdenkmalpfleger Dr. Holger Mertens bei der Begrüßung.

Im Fokus der Veranstaltung stand der Erfahrungsaustausch der Preisträgerinnen. Sie berichteten von ihren aktuellen Projekten und Aktivitäten. Die ehrenamtlichen Denkmalpfleger tauschten sich außerdem über konkrete Baumaßnahmen und Fördermöglichkeiten aus.

Beim gemeinsamen Rundgang mit den LWL-Experten erhielten die Teilnehmenden einen detaillierten Einblick in den Garten und Haus Rüschhaus, den späteren Wohnort der Dichterin Annette von Droste-Hülshoff .

Nach dem Mittagessen auf der nahe gelegenen Burg Hülshoff hatten die Teilnehmenden die Gelegenheit, auch den Geburtsort der Droste näher kennen zu lernen. Vom zuständigen Architekten Bernhard Mensen erfuhren sie, wie das Wasserburg-Ensemble seit 2014 aufwendig saniert wird: „In mehreren Bauabschnitten haben wir die Mauern ertüchtigt und die Dächer saniert. Wichtig war dabei natürlich, die Gebäude energetisch zu verbessern und die Materialien sorgfältig auszuwählen.“ Gefördert wurden die Arbeiten durch das Denkmalschutzsonderprogramm der Bundesbeauftragten für Kultur und Medien (BKM) sowie von der Deutschen Stiftung Denkmalschutz (DSD).

Die Instandsetzung bildet das Fundament für die weitere Entwicklung der Wasserburg. Seit 2018 ist sie Sitz des Center for Literature. Mit Mitteln des Bundesprogramms Nationale Projekte des Städtebaus soll die Anlage bis 2022 zu einem zeitgemäßen Literatur- und Kulturzentrum ausgebaut werden. Für diese Aufgabe wurde im letzten Jahr ein Architektenwettbewerb ausgelobt, den das Architekturbüro Staab Architekten und das Landschaftsarchitekturbüro Levin Monsigny aus Berlin gewonnen haben. Mensen erläuterte vor Ort: „Es werden Veranstaltungsräume, Ausstellungs- und Tagungsräume sowie Unterkünfte und Büros entstehen. Die Umbauten sind natürlich denkmalverträglich, aber dennoch modern.“

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