AFG-Schüler inszenierten Macbeth
Eigene Handschrift geglückt

Havixbeck -

Detaillierte Kostüme, atmosphärische Musik und ein tolles Setting. Der Literaturkurs der Anne-Frank-Gesamtschule überzeugte mit seiner Aufführung von Macbeth.

Freitag, 21.06.2019, 18:32 Uhr
Die Zuschauer zeigten sich stark beeindruckt von den schauspielerischen Leistungen der AFG-Schüler.
Die Zuschauer zeigten sich stark beeindruckt von den schauspielerischen Leistungen der AFG-Schüler. Foto: Luis Wahlers

Lautes Glockengeläut ertönte im Forum der Anne-Frank-Gesamtschule und stand symbolisch für den Tod des schottischen Königs und Aufstieg von Macbeth. In einer Zeit, in der „Game of Thrones“ in aller Munde ist, springt der Literaturkurs auf den Zug mit auf und erzählt eine Geschichte, die ebenfalls durchzogen ist mit Intrigen, Wahnsinn und dem Verlangen nach Macht. Die Geschichte des Macbeth nach dem Klassiker von Shakespeare.

Und die Inszenierung konnte sich sehen lassen. Detaillierte Kostüme, atmosphärische Musik und ein tolles Setting ließen den Zuschauer ins 17. Jahrhundert eintauchen. Filmische Elemente bestärkten dies. Dazu passte auch die unveränderte alte Sprache, welche beeindruckend textsicher von den Darstellern wiedergegeben wurde.

Auch wenn die Dialoge größtenteils aus Shakespeares Feder stammen, konnte die Inszenierung das Stück modernisieren und ihr eine eigene Handschrift geben. So gab es moderne Zwischenspiele, in denen ein Journalistenduo das Geschehen in Form eine Pressekonferenz zusammenfasste. Oder der Bezug des schottischen Edelmanns Banquo, gespielt von Benjamin Blankenstein, zu Trump mit dem Spruch „Make Scotland great again”.

AFG-Literaturkurs inszeniert „Macbeth“

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  • Foto: Luis Wahlers
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  • AFG-Literaturkurs inszeniert „Macbeth“ Foto: Luis Wahlers
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Großartig war die Darstellung des tragischen Helden Macbeth. Zu Beginn der Geschichte war er noch der gefeierte Held und Retter des Volkes. Doch durch seine Gier nach Macht lässt er alle, die ihm gefährlich werden könnten, umbringen, wodurch er wahnsinnig wird. Diese Entwicklung wird ausdrucksstark durch Lasse Thoms verkörpert.

Auch die anderen Darsteller überzeugten. Merle Hellbrügge als Lady Macbeth veranschaulichte eine Form von Liebe, die nur auf der Gier nach Macht basiert. Dabei stellte sie glaubhaft dar, wie sie am Wahnsinn von Macbeth, dem Zusammenhalten der Gesellschaft und der Aufgabe als Strippenzieherin hinter Macbeths gesellschaftlichen Aufstieg zugrunde geht.

AFG-Lehrerin und Theaterpädagogin Iris Adamzick, die das Stück inszenierte: „Es hat Spaß gemacht.” Was auch die Perspektive der Zuschauer gut beschreibt, die beeindruckt von den Schauspielkünsten waren.

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