Politik- und Geschichtswettbewerbe
AFG-Schüler geben Zeitzeugen eine Stimme

Havixbeck -

Mit mehreren Preisen wurde die engagierte Arbeit von Schülern der Anne-Frank-Gesamtschule bei Politik- und Geschichtswettbewerben belohnt.

Montag, 01.07.2019, 10:00 Uhr
Über die Erfolge bei den Wettbewerben freuen sich (hinten v.l.) Lehrer Marten Möllers, Hannah Schulz, Jana Borgheynk, Lea Eierhoff, Schulleiter Dr. Torsten Habbel, (vorne v.l.) Aljoscha Homberg, Lara Lütkenhaus, Josefine Hallenberger und Hannah Juhraes. Außerdem nahmen Erik Thoms, David Schertel, Paul Böckelmann und Raphael Benzenhöfer teil.
Über die Erfolge bei den Wettbewerben freuen sich (hinten v.l.) Lehrer Marten Möllers, Hannah Schulz, Jana Borgheynk, Lea Eierhoff, Schulleiter Dr. Torsten Habbel, (vorne v.l.) Aljoscha Homberg, Lara Lütkenhaus, Josefine Hallenberger und Hannah Juhraes. Außerdem nahmen Erik Thoms, David Schertel, Paul Böckelmann und Raphael Benzenhöfer teil. Foto: AFG

Wie leben Menschen in Europa? Ist die so genannte „Verrohung“ unserer Sprache auch schon in Havixbeck angekommen? Und: Welche Lebenswege sind Flüchtlinge aus Schlesien im Zweiten Weltkrieg gegangen? Diese und noch viele weitere spannende Fragen haben sich elf Schüler der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ) im Rahmen ihrer erfolgreichen Teilnahme an Wettbewerben zur europäischen Geschichte und Politik gestellt.

Für ihre engagierte Arbeit im Rahmen des Geschichtswettbewerbs des Bundespräsidenten, durchgeführt von der Körber-Stiftung, des Wettbewerbs zur politischen Bildung der Bundeszentrale für politische Bildung sowie des 66. Europäischen Wettbewerbs unter der Schirmherrschaft des Bundespräsidenten wurden sie ausgezeichnet. Schulleiter Dr. Torsten Habbel übergab den Schülern der sechsten bis neunten Klassen die Urkunden, darunter ein Geldpreis in Höhe von 150 Euro für Sechstklässler Aljoscha Homberg, der einer Klassenexkursion zum Römer-Museum (Xanten) zugute kommt, und eine Ehrung auf Landesebene (3. Preis) für Jana Borgheynk aus dem neunten Jahrgang. Letztere fand heraus, wie sich die Lebensqualität in Europa und Deutschland innerhalb einer Generation entwickelt hat, indem sie Bildungsperspektiven, Familienmodelle, Wohnmöglichkeiten, medizinische Versorgung und politische Einstellungen untersuchte.

„Wir möchten den Blick unserer Schülerinnen und Schüler erweitern, indem wir sie selbst zu Nachwuchsforschern machen“, erklärt Habbel. „Im Rahmen des Förder- und Forderprogramms der AFG haben wir die Möglichkeit, Talente zu unterstützen und Interessen auf eine Weise zu vertiefen, wie es im regulären Unterricht nicht möglich wäre.“

Dabei setzen die Pädagogen auf vielfältige Methoden: Quellenstudium mag mitunter trocken sein, das Erstellen von Videos setzt dagegen kreative Kräfte frei. Interviews bringen die Menschen hinter den Geschichten auf ganz besondere Weise nah, die kritische Auseinandersetzung mit sogenannten Influencern und Youtubern öffnen neue Perspektiven auf das bei Jugendlichen mitunter allzu beliebte Internet.

„Mehrere Monate haben die Schüler an ihren Beiträgen gearbeitet, so manche Stunde Freizeit ging dabei drauf“, lobt Geschichtslehrer Marten Möllers das Engagement seiner Schüler, die Tipps und Anregungen produktiv verwerteten, wenn sie versteckte Werbung im Netz oder dubiose Angebote in Online-Shops aufdeckten und Zeitzeugen eine Stimme gaben.

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