25 Jahre Sandstein-Museum
Der helle Stein prägt die Region

Havixbeck -

„Zum Ausbau des Sandstein-Museums ist es nicht gekommen. Gibt es überhaupt einen Grund zu feiern?“, fragte Bürgermeister Klaus Gromöller bei seiner Rede. Aber er und alle anderen Gastredner waren sich einig: Das Baumberger-Sandstein-Museum ist es mehr als Wert, die geleistete Arbeit und die kulturhistorische Bedeutung für die Baumberge-Region zu zelebrieren.

Montag, 01.07.2019, 18:06 Uhr
Eine überschaubare Festgemeinde fand sich zum Jubiläum im Garten des Sandstein-Museums am Sonntagmittag ein.
Eine überschaubare Festgemeinde fand sich zum Jubiläum im Garten des Sandstein-Museums am Sonntagmittag ein. Foto: Maxi Krähling

So hatten sich am Sonntagmittag Gäste und Freunde im schattigen Museumsgarten zusammengefunden. Gemeinsam feierten sie das Jubiläum. Denn bereits seit 25 Jahren klärt das Museum über die Entstehung, Verwendung und Bedeutung des „Marmors aus dem Münsterlands“ auf, sowohl in gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und baulicher als auch kulturhistorischer Hinsicht.

Dass es so weit gekommen ist, daran hätten nicht zuletzt Clemens Freiherr von Twickel und andere engagierte Bürger teilgehabt. Denn bereits vor der Gründung des Museums fand sich der heutige Förderverein zusammen, um genau so eine Institution aus der Taufe zu heben.

„Mit der Förderung haben sie damals genau das Richtige getan. Das Thema ist unverwechselbar. Abbau und Verarbeitung haben eine jahrhundertealte Tradition“, lobte Klaus Gromöller . Denn in fast jeder Familie in den Baumbergen habe es Personen gegeben, die in diesem Handwerk tätig gewesen seien. Darüber hinaus präge der helle Stein das baukulturelle Erscheinungsbild der Region ebenso wie die vielen Bildstöcke und Wegkreuze. „Baumberger Sandstein – es kommt darauf an, was man daraus macht“, wandelte Klaus Gromöller einen Marketingslogan aus der Betonindustrie auf den Sandstein um.

Beachtlich sei es, was das Museum und die Verantwortlichen aus dem Stein gemacht hätten. Über viele Jahre hinweg hätten sie es geschafft, das Thema so spannend zu präsentieren. „Aber jedes noch so innovative Projekt kommt einmal in die Jahre“, ergänzte Margarete Schäpers , stellvertretende Landrätin, während der Feierstunde. Sie und der Kreis Coesfeld hätten sich sehr die Umsetzung des Regionale-Projektes gewünscht. Aber auch unter den jetzigen Bedingungen wünschte sie allen Beteiligten, den richtigen Weg zu finden, um das Museum zukunftsfähig zu halten. „Die Ausgangslage ist exzellent“, so Schäpers.

Nicht zuletzt die jährlichen Besucherzahlen von etwa 20 000 Gästen würden zeigen, dass das Museum ein Erfolgsmodell sei. „Von etlichen Besuchergruppen bekomme ich zurückgespielt, mit wie viel Geschick und Herzblut die Betreuung der Gäste erfolgt“, hatte Gromöller bereits vorab gelobt.

Das Museum sei ein Eventfaktor und habe große Bedeutung für die Gemeinde und den Tourismus im Ort. „Dennoch ist es die gesellschaftliche Verantwortung des Museums, diese Ausstellung allen Menschen zugänglich zu machen. Die konzeptionelle Überarbeitung und der Umbau zu einer barrierefreien Ausstellung ist für die Zukunft unbedingt nötig“, erklärte auch Verena Burhenne, Referentin im Museumsamt des LWL.

Diesen und anderen Aufgaben will sich das Museum gerne stellen. Allen voran, Museumsleiter Dr. Joachim Eichler. „Die Kernaufgaben des Museums sind: Sammeln, bewahren, ausstellen und vermitteln. Das muss weiterhin ganz vorne stehen. Ich werde mich dafür mit allen Kräften einsetzen“, garantierte Eichler den Gästen.

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