Kämmerer legt Prognose vor
Steuererträge fallen niedriger aus

Havixbeck -

Geringer als in der Vorausplanung angenommen wird wohl das Plus in der Havixbecker Gemeindekasse zum Ende des Jahres 2019 ausfallen. Ein Grund dafür sind sinkende Erträge bei der Gewerbesteuer.

Mittwoch, 03.07.2019, 06:00 Uhr
Über die Gemeindefinanzen wurde im Haupt- und Finanzausschuss berichtet.
Über die Gemeindefinanzen wurde im Haupt- und Finanzausschuss berichtet. Foto: Klaus de Carné

Geringer als im Haushalt der Gemeinde Havixbeck veranschlagt wird der Überschuss in der Gemeindekasse zum Jahresende 2019 wohl ausfallen. „Nach Abschluss aller Prognosen wird ein Jahres­ergebnis in Höhe von 378 195 Euro erwartet“, erläutert Kämmerer Stefan Wilke . Das Plus in der Kasse werde um 48 319 Euro (11,33 Prozent) geringer ausfallen als in der Vorausplanung angenommen.

Im Haupt- und Finanzausschuss legte der Kämmerer den ersten unterjährigen Finanzbericht per 30. Juni vor. Laut dieser Prognose könne zwar das Planergebnis nicht erreicht, aber dennoch ein Überschuss im reinen Jahresergebnis erzielt werden. Die Liquidität sei gesichert, erläutert Stefan Wilke.

Verkraften muss die Gemeinde Havixbeck Mindereinnahmen von rund 2,2 Millionen Euro. Die Steuererträge fallen rund 271 000 Euro niedriger aus, wobei allein bei der Gewerbesteuer ein Rückgang um 250 000 Euro prognostiziert wird. Ungeplante Gewerbesteuerrückzahlungen von circa 300 000 Euro tragen hier zur Verschlechterung gegenüber der Vorausplanung bei. „Dieser Umstand wird auch in der Haushaltsplanung 2020 Berücksichtigung finden müssen“, gibt Stefan Wilke zu bedenken.

Um fast 1,9 Millionen Euro niedriger fallen die Zuwendungen und allgemeine Umlagen durch das Land aus. Dies betrifft geplante Förderprojekte, darunter neben dem Glasfaserausbau im Außenbereich auch die Förderprogramme „Gute Schule 2020“ und Kommunalinvestitionsförderung. „Die entgegengestellten Aufwendungen werden ebenfalls nach unten angepasst“, erläutert der Kämmerer.

Positiver als geplant entwickeln sich nach dem Finanzbericht die Aufwendungen für Sach- und Dienstleistungen. Prognostiziert wird ein Rückgang um 329 000 Euro. „Hauptursachen hierfür sind geringere Bewirtschaftungskosten für den Bereich der kommunalen Gebäude und dass die Gebäudeunterhaltung in Bezug auf die Förderkulissen, wie bei den Erträgen auch, nicht wie geplant umgesetzt werden können“, heißt es im Finanzbericht. Die Personalausgaben verliefen insgesamt planmäßig.

Auch auf die Investitionstätigkeit der Gemeinde Havixbeck ging der Kämmerer in seinem Finanzbericht ein. Mit knapp 127 000 Euro weniger Einnahmen ist zu rechnen, da die Maßnahmen am Sandstein-Museum nicht in der geplanten Form realisiert werden. Demgegenüber fallen auch Ausgaben im Bereich Investitionen geringer aus, da Maßnahmen verschoben werden. Dazu gehören die Erweiterung Feuerwehrgerätehaus Havixbeck (650 000 Euro), Ankauf und Verkauf von Grundstücken (1,2 Millionen Euro), Erweiterung Museum (600 000 Euro) und Kanalerneuerung Schützenstraße (600 000 Euro).

Geplant ist von Seiten der Gemeindeverwaltung, den Entwurf der Haushaltssatzung für das Jahr 2020 in der Sitzung des Gemeinderates am 10. Oktober einzubringen. „Das interne Aufstellungsverfahren für die Haushaltsplanung 2020 läuft bereits“, so Kämmerer Wilke.

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