AFG-Küchenleiterin verabschiedet
„Ich rühre lieber in großen Töpfen“

Havixbeck -

„Ich rühre am liebsten nur noch in großen Töpfen“, zieht Annegret Arning die Bilanz ihres Berufslebens. Sie hat die letzten 20 Jahre die Küche an der Anne-Frank-Gesamtschule geleitet und viele Tausend Kinder in den Jahrzehnten versorgt. Zu Hause koche sie gar nicht mehr so gerne für nur wenige Esser.

Freitag, 12.07.2019, 17:22 Uhr
Annegret Arning (r.) kochte über 20 Jahre für die Schüler in der AFG. Am letzten Arbeitstag waren vom Team mit dabei (v.l.) Joke Brüning, Dorothe Westhues, Susanne Arning und Ulla Burandt.
Annegret Arning (r.) kochte über 20 Jahre für die Schüler in der AFG. Am letzten Arbeitstag waren vom Team mit dabei (v.l.) Joke Brüning, Dorothe Westhues, Susanne Arning und Ulla Burandt. Foto: Klaus de Carné

Die gelernte Diätassistentin hatte immer die Jungen und Mädchen der AFG im Blick. „Wichtig war mir, dass es den Schülern schmeckte. Klar muss da ab und zu auch eine Pommes dabei sein, das mögen Kinder auch gerne.“ Für richtig gesund hält sie Fast Food natürlich nicht. Aber die Kinder haben es ihr gedankt.

Das frische, selbst gekochte Essen war für die Havixbeckerin in all den Jahren das Wichtigste. Als sie am 1. November 1998 in der Mensaküche anfing, wurde das Essen noch von einem Caterer angeliefert. Für eine Ganztagsschule wie die AFG musste es auch schon vor über 25 Jahren ein Mittagessen geben. Nur die vielen Kartons und Schalen seien unpraktisch und nicht sinnvoll gewesen. Weniger Arbeit sei es auch nicht, resümiert Annegret Arning .

Mit dem Team der Küche führte die erfahrene Köchin das Selberkochen im großen Stil ein. Dies sei viel effektiver und besser einzuteilen. Eingekauft habe sie immer gerne im Ort, um nicht weit fahren zu müssen. Aber auch die Großmärkte wurden angefahren, um Großpackungen einzukaufen.

Inzwischen kocht das Küchenteam zusätzlich 175 Portionen für die Kinder in der Offenen Ganztagsschule der Grundschule (OGS). Tendenz steigend. Für die Schule selber sind es je nach Anwesenheit der Schüler 200 bis 300 Portionen. Der Speiseplan hält drei Menüs, einschließlich eines vegetarischen, täglich bereit. Zu den Tellergerichten kann sich jeder Esser noch an einer großen Auswahl an Salaten bedienen. Und ein Dessert fehlt auch nicht.

Neben den Schülern haben auch die Lehrer die Möglichkeit, dort zu essen. Längst nicht alle nehmen das in Anspruch. „Ich finde es ganz große Klasse, dass ich hier ein Mittagessen bekomme. So muss ich nicht in den Ort gehen und mir irgendetwas beim Bäcker besorgen“, so Lehrer Marten Möllers, der Eintöpfe besonders schätzt.

Bürgermeister Klaus Gromöller verabschiedete Annegret Arning in dieser Woche in den Ruhestand und bedankte sich für die geleistete Arbeit zum Wohle der Kinder. Im Beisein von Fachbereichsleiterin Monika Böse, Kolleginnen aus der Mensa und Vertretern vom Personalrat und -verwaltung trafen sie sich zu einer Feierstunde im Rathaus. Die neue Küchenleiterin ist schon länger in der Küche tätig. Dorothe Westhues hat sich mit der Küche vertraut gemacht. In den Ferien werden neue Geräte und die neue Ausgabetheke eingebaut.

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