BI Gegenwind Havixbeck-Hohenholte
Mehr Bäume bedeuten Klimaschutz

Havixbeck -

Mit dem Ziel, geplante Windkraftanlagen in Natrup und Herkentrup zu verhindern, hat sich vor einem Jahr die Bürgerinitiative „Gegenwind Havixbeck-Hohenholte“ gegründet. Ausdrücklich weist die BI auf den vom Landtag am Freitag beschlossenen Landesentwicklungsplan hin, der einen Mindestabstand von 1500 Metern zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten beinhaltet.

Samstag, 13.07.2019, 17:00 Uhr
Ein Jahr nach Gründung traf sich die Bürgerinitiative „Gegenwind Havixbeck-Hohenholte“ zum erneuten Gedankenaustausch in Herkentrup.
Ein Jahr nach Gründung traf sich die Bürgerinitiative „Gegenwind Havixbeck-Hohenholte“ zum erneuten Gedankenaustausch in Herkentrup. Foto: Klaus de Carné

Die Bürgerinitiative (BI) „Gegenwind Havixbeck-Hohenholte“ hat sich anlässlich ihres einjährigen Bestehens zum Gedankenaustausch in der Bauerschaft Herkentrup getroffen. „Die Initiative hatte sich gegründet, um die gigantischen Windkraftanlagen zu verhindern, die in den Bereichen Herkentrup, Walingen und Natrup geplant sind“, erklärte Dr. Knut Metzler von der BI.

Viele Familien in den betroffenen Bauerschaften sowie Bewohner des Stiftsdorfs Hohenholte bangten um ihre Gesundheit und berufliche Existenz. Sie fühlten sich von den geplanten, über 200 Meter hohen Bauwerken bedroht, denn allein die überstrichene Rotorfläche jeder Anlage hätte die Größe von zwei Fußballfeldern. Die Berichte von Menschen, die durch den Betrieb solcher Anlagen ihr Zuhause nicht mehr bewohnen könnten, hätten alle Anwesenden sehr erschüttert, berichtet Metzler.

Es wurde die Forderung an den Kreis Coesfeld aufgestellt, die dort vorliegenden Bauanträge für diese riesigen Industrieanlagen, die zum Teil mitten im Landschaftsschutzgebiet errichtet werden sollen, abzulehnen. Der Gemeinderat Havixbeck hatte das Einvernehmen zur entsprechenden Änderung des Flächennutzungsplans bereits versagt.

Die Bürgerinitiative weist ausdrücklich auf den am Freitag durch das NRW-Parlament beschlossenen Landesentwicklungsplan hin. Hierin sei aus Gründen des Gesundheitsschutzes ein Mindestabstand von 1500 Metern zwischen Windkraftanlagen und Wohngebieten aufgenommen worden. Dieser Abstand würde bei den bisherigen Planungen in Havixbeck deutlich unterschritten und sie seien allein schon aus diesem Grunde abzulehnen, so die Initiative.

Während des Treffens wurden die Forderungen der demonstrierenden Schüler (Fridays for Future) nach mehr Umweltschutz und Kampf gegen das Insektensterben und den Artenschwund diskutiert. Man war sich einig, dass der Erhalt der noch vorhandenen naturnahen Lebensräume der beste Natur- und Klimaschutz sei. In Zeiten, in denen aus Klimaschutzgründen der Verzicht auf Flugreisen in ferne Länder gefordert wird, sei es umso wichtiger, die im Bereich Havixbeck vorhandenen Natur- und Kulturlandschaften als Naherholungsgebiete zu erhalten. Dies sei auch erklärtes Ziel des „Masterplans Baumberge-Touristik 2026“, an dem die Gemeinde mitwirke.

Konkreten Umweltschutz wollen die Mitglieder der Initiative vor Ort erreichen, beispielsweise durch Neuanpflanzung und Erhalt von Bäumen, Hecken und naturnahen Wiesen. Dies sei ein Beitrag zur Anpassung an die Klimaerwärmung und auch im Rahmen der Artenschutzkonferenz, die im Frühjahr in Münster stattfand, gefordert worden.

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