AFG-Preis für Zivilcourage
Neuntklässler für Mitschüler im Einsatz

Havixbeck -

„In der Schule und im Alltag treffen wir immer wieder Leute, die anderen helfen. Aber wir sagen viel zu selten: Danke.” Stefan Mühlenbeck, stellvertretender Schülersprecher der Anne-Frank-Gesamtschule (AFG), holte dies am letzten Schultag vor den Sommerferien nach.

Montag, 15.07.2019, 21:00 Uhr
Verleihung des AFG-Preises für Zivilcourage: Abdullatif Edlbi (mit Urkunde) setzt sich immer wieder für jüngere Mitschüler ein. Er scheut es auch nicht, bei Konfliktsituationen beherzt einzugreifen.
Verleihung des AFG-Preises für Zivilcourage: Abdullatif Edlbi (mit Urkunde) setzt sich immer wieder für jüngere Mitschüler ein. Er scheut es auch nicht, bei Konfliktsituationen beherzt einzugreifen. Foto: AFG

„In der Schule und im Alltag treffen wir immer wieder Leute, die anderen helfen. Aber wir sagen viel zu selten: Danke.” Stefan Mühlenbeck, stellvertretender Schülersprecher der Anne-Frank-Gesamtschule ( AFG ), holte dies am letzten Schultag vor den Sommerferien nach. Im Namen der SV dankte Mühlenbeck allen, die dafür sorgen, dass Schule funktioniert. Vom Mensateam über den Hausmeister bis zu den Lehrerinnen und Lehrern, die „jeden Tag versuchen, uns etwas beizubringen, auch wenn wir nicht immer ruhig sind und zuhören“.

Schulleiter Dr. Torsten Habbel gab den Dank zurück, indem er das „vertrauensvolle Miteinander“ lobte. „Ich freue mich, dass ihr mit euren Anliegen zu mir kommt, und mir sagt, wenn etwas schwierig ist.“

Als sichtbares Dankeschön für die engagierte Arbeit – die SV organisierte unter anderem einen Lese- und Filmabend, beseitigte Müll und sammelte Deckel gegen Kinderlähmung – erhielten die Kinder und Jugendlichen Urkunden.

Besonders würdigte Habbel die Arbeit der SV-Lehrerinnen Carola Terhürne und Juliane Wübbels in Havixbeck und Sebastian Einck in Billerbeck. So habe sich die Mini-SV der Klassen 5 und 6 unter anderem um das Putzen von Stolpersteinen, die an die Verbrechen des Holocaust erinnern, verdient gemacht.

Im Zentrum der „Dankeschön-Veranstaltung“ stand die Verleihung des undotierten Preises für Zivilcourage, der seit 2003 an Menschen geht, die sich für Schutzbedürftige einsetzen und damit Mobbing oder Ungerechtigkeit abwehren und dabei auch negative Folgen für sich selbst in Kauf nehmen. Die Entscheidung darüber, wer den Preis erhalten soll, trifft die Schulkonferenz bestehend aus Lehrern, Eltern und Schülern.

Dr. Christa Degemann-Lickes, ehemals Lehrerin an der AFG, und Klaus-Gerd Greiff, Vater ehemaliger Schüler, verliehen den Preis für den Havixbecker Friedenskreis, der sich für soziale Gerechtigkeit, Nachhaltigkeit und Frieden einsetzt.

Degemann-Lickes und Greiff, die sich als „grandparents for peace“ bezeichneten, lobten in ihrer Rede ausdrücklich die Fridays-for-Future-Bewegung, bevor sie den Preis an Abdullatif Edlbi vergaben. Der Neuntklässler hat sich in besonderer Weise für einen jüngeren Mitschüler eingesetzt. Abdullatif gehe immer wieder dazwischen, wenn es an der Schule Streit gebe. „Unsere Anne Frank hätte sich darüber sehr gefreut“, meint Degemann-Lickes.

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