Sandstein-Museum
Dauerausstellung im Fokus

Havixbeck -

Deutlich kleiner und bescheidener als noch bis zum Bürgerentscheid Anfang Februar vorgesehen soll das Baumberger-Sandstein-Museum für die Zukunft fit gemacht werden. Der dazu neu eingerichtete Arbeitskreis entwickelt momentan ein Konzept.

Samstag, 20.07.2019, 10:00 Uhr
Untersuchungskommando
Untersuchungskommando Foto: Arndt Zinkant

Deutlich kleiner und bescheidener als noch bis zum Bürgerentscheid Anfang Februar vorgesehen soll das Baumberger-Sandstein-Museum für die Zukunft fit gemacht werden. Der dazu neu eingerichtete Arbeitskreis entwickelt momentan ein Konzept. Mit dem Arbeitskreis-Vorsitzenden Helmut Meyer sprach WN-Redakteur Klaus de Carné über die Ideen für Dauerausstellung, Sandsteinscheune, Café und Co.

Herr Meyer, was macht der Arbeitskreis Sandstein-Museum? Kommen Sie voran?

Helmut Meyer: In bisher vier Sitzungen ist in sachlicher Atmosphäre und in Anerkennung des Ergebnisses des Bürgerentscheids diskutiert worden. Zunächst wurde festgestellt, dass die beteiligten Gruppen das Angebotsprogramm aus Dauerausstellung, Wechselausstellungen, Museumsshop, außerschulischem Lernort, Kultur-Events, Cafébetrieb und Arbeit im Steinbruch befürworten, aber im Vergleich zum abgelehnten Projekt nicht mehr mit einem überregionalen Anspruch und insgesamt wesentlich bescheidener.

Sind die Nachbarn eigentlich einbezogen?

Meyer: Seit der zweiten Sitzung sind jeweils zwei Vertreter der Nachbarschaft gleichberechtigt zu allen anderen Gruppen beteiligt worden. In der letzten Sitzung waren die Sorgen der Anwohner wegen der Verkehrs- und Parkprobleme sowie eventueller Lärmentwicklung wesentlicher Schwerpunkt. Für die Verkehrsprobleme wird der AK dem Rat vorschlagen durch Beschilderungen, die Einrichtung von veranstaltungsbezogenen Absperrungen und/oder modernen Verkehrsleittechniken für Lösungen zu sorgen. Für Lärmbelästigungen gelten weiter die Restriktionen aus den bestehenden Gutachten und behördlichen Schutzvorschriften.

Wird auf die bisherigen Planungen aufgebaut?

Meyer: In eingeschränktem Umfang können bisherige Planungen berücksichtigt werden, und zwar die geplante Dauerausstellung im Haupthaus und den Wechselausstellungsraum in der Sandsteinscheune betreffend. Hauptsächlich sollen – wenn irgend möglich – Umbauten, Einbauten und Renovierungen im Bestand ausreichen. Nur wichtige funktionelle Erfordernisse und erhebliche Qualitätssteigerungen erfordern vielleicht Abweichungen, die letztendlich aber unter Finanzgesichtspunkten endgültig entschieden werden müssen.

Können einzelne Bausteine übernommen werden?

Meyer: Die geplanten Neubauten, insbesondere des Cafés und eines gesonderten Seminarraums, und Abrissarbeiten werden nicht durchgeführt. Haupthaus, Scheune und Remise bleiben erhalten.

Was rückt in den Mittelpunkt der Planungen?

Meyer: Unter den gegebenen Bedingungen stellen sich die Platzierung von Eingangsbereich und Museumsshop sowie die adäquate Positionierung von Funktionsräumen, zum Beispiel Toiletten für die Scheune, und die jeweilige Dimensionierung dieser Einrichtungen als Schlüsselfragen für die Planung dar. Außerdem sind die Belange der Nachbarschaft zu berücksichtigen.

Die große Lösung wurde abgelehnt. Was wird weiterentwickelt?

Meyer: Geplant ist eine neu gestaltete, attraktive Dauerausstellung, die von allen Seiten sehr positiv beurteilt wird, ein Wechselausstellungsraum, der in den ausstellungsfreien Zeiten für den außerschulischen Lernort und für kulturelle Havixbecker Ereignisse und damit multifunktionell genutzt werden kann, sowie eine zumindest teilweise Umwidmung der Remise. Hier sind aber noch Expertenvorschläge vonnöten. Außerdem hat der Förderverein die Zusage erneuert, die Kosten der Gemeinde für eine offene Remise zu übernehmen, die sichern soll, dass das Thema der Arbeitsbedingungen und der Arbeitstechniken bei der Steingewinnung und -bearbeitung auch einen wichtigen Rang erhält. Bei der neuen Planung will der Arbeitskreis die Mittel, die von außen, das heißt vom Land, für das Projekt eingeworben werden können, natürlich berücksichtigen, damit die Gemeindefinanzen entlastet werden. Aus Mitteln der NRW-Heimatförderung sind maximal 80 Prozent an Zuschüssen zu erreichen. Es wird aber entscheidend darauf ankommen, etwas Besonderes mit lokalem Bezug zu konzeptionieren und beim Land argumentatorisch zu vertreten.

Können Sie schon bald ein neues Konzept vorlegen?

Meyer: Das ist unter anderem davon abhängig, wie schnell der Arbeitskreis eine beraterische Unterstützung jetzt in der Haupturlaubszeit durch Projektplaner erhalten kann. Der Gemeinderat hat dafür in seiner letzten Sitzung einen Betrag freigegeben. Mit diesem kann man jedenfalls erst einmal arbeiten. Der Projektplaner soll aber nicht nur Gestaltungsvorschläge für die offenen Fragen vorlegen, sondern auch aktualisierte, auf die neuen Bedingungen bezogene Kostenschätzungen erarbeiten. Es sind bis zum Jahresende nur noch im Oktober und im Dezember Ratssitzungen vorgesehen und der Arbeitskreis muss berücksichtigen, dass sich auch die Fachausschüsse mit seinen Empfehlungen befassen müssen. Es wird also eng! Auch die Beantragung der in Aussicht stehenden Landesmittel muss möglichst spätestens im Januar erfolgen.

Ist auch schon über die zukünftigen Betriebskosten diskutiert worden?

Meyer: Hier kommt es bei den Sachkosten schon auf die Qualität der vorausgehenden Investitionen an – man denke nur als Beispiel an eine neue Heizungsanlage, die den laufenden Verbrauch wesentlich absenken sollte. Personalstellen sollen nicht vermehrt werden. In der weiteren Zukunft ist es Aufgabe des Rates sicherlich je nach weiterer Entwicklung des Museums – eventuell Änderungen vorzunehmen. Ein variabler Personaleinsatz sollte Vorrang haben.

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