Droste-Konzertlesung auf Haus Stapel
Akustische und optische Premiere

Havixbeck -

Die Konzertlesung „Wenn ich träume, du liebst mich – Gedichte, Briefe und Kompositionen von Annette von Droste-Hülshoff“ hat am Sonntag (25. August) ihre Premiere auf Haus Stapel. Mitwirkende sind Marion Bertling, Heike Hallaschka und Prof. Clemens Rave.

Mittwoch, 21.08.2019, 18:12 Uhr
Dieses Porträt von Annette von Droste-Hülshoff malte ihre Schwester Jenny. Im Original ist es nur etwa zwei Zentimeter hoch.
Dieses Porträt von Annette von Droste-Hülshoff malte ihre Schwester Jenny. Im Original ist es nur etwa zwei Zentimeter hoch. Foto: Gerd Radeke

Im Rahmen der Liederabendreihe „Haus-Stapel-Konzerte“ findet am kommenden Sonntag (25. August) um 17 Uhr die Konzertlesung „Wenn ich träume, du liebst mich – Gedichte, Briefe und Kompositionen von Annette von Droste-Hülshoff “ statt. Die Schauspielerin und Sprecherin Marion Bertling trägt Gedichte der Droste, darunter bekannte wie „Die Taxuswand“, „Im Moose“, „Brennende Liebe“ und „Im Grase“ sowie Briefe der jungen und älteren Dichterin vor. Die Sopranistin Heike Hallaschka singt dazu Lieder, die die Droste selbst komponiert hat, am Klavier begleitet Prof. Clemens Rave.

Dass Annette von Droste-Hülshoff nicht nur eine begabte Sängerin war und Klavier spielte, sondern auch komponiert hat, wissen bis heute nur wenige, so der Veranstalter in seiner Ankündigung. Dabei hatte sie als junge Frau durchaus Ambitionen auf diesem Gebiet, nachdem sie durch ihren komponierenden Onkel, dem von Joseph Haydn kollegial geschätzten Maximilian Droste-Hülshoff, Grundlagen des Tonsatzes gelernt hatte.

Über 70 Lieder und sogar Opernentwürfe entstanden. Zeitweise dachte sie darüber nach, sich ganz der Musik zu widmen, gab die intensivere Beschäftigung damit dann aber zugunsten der Dichtkunst auf, mit der sie weltberühmt werden sollte.

Die Verknüpfung einiger der bekanntesten Gedichte mit elf von Annette selbst komponierten Liedern und Arien in der Konzertlesung am kommenden Sonntag ist in dieser Form deshalb eine dramaturgische Premiere, die der Droste vielleicht selber gefallen hätte.

Neben der akustischen bietet die Veranstaltung im Stapeler Festsaal aber auch eine optische Besonderheit: Das sehr bekannte Porträt Annettes, das ihre Schwester Jenny circa 1815 in mikroskopisch feinen Pinselstrichen gemalt hat, wird zum ersten Mal als Vergrößerung einer Makroaufnahme gezeigt. Der zu sehende Ausschnitt ist im Original nur etwa zwei Zentimeter hoch und beeindruckt im Festsaal durch eine 120 Zentimeter hohe Darstellung mit einem nie zuvor sichtbaren Detailreichtum.

Schlossbesitzerin Dr. Mechthild Freifrau Raitz von Frentz, die mit Annette von Droste-Hülshoff verwandt ist (ihre Mutter ist eine geborene Droste-Hülshoff), lädt zu dieser Veranstaltung im kulturhistorisch und geografisch authentischen Umfeld der Droste in den romantischen Festsaal ihres Wasserschlosses ein.

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Karten für die Konzertlesung gibt es für 20 Euro in der Buchhandlung Janning in Havixbeck, ' 0 25 07/79 79, und online auf der Website www.haus-stapel-konzerte.de.

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