Projektwoche der Anne-Frank-Gesamtschule
Künstliche Intelligenz hautnah

Havixbeck -

Künstliche Intelligenz gewinnt immer mehr an Bedeutung. Mit den Chancen, die sich bieten, aber auch mit den Schattenseiten beschäftigen sich Oberstufenschüler der Anne-Frank-Gesamtschule in einem gemeinsamen Projekt mit dem Institut für Geoinformatik der Uni Münster.

Mittwoch, 18.09.2019, 17:40 Uhr
Am Institut für Geoinformatik der Uni Münster beschäftigen sich Oberstufenschüler der Anne-Frank-Gesamtschule im Rahmen der Projektwoche mit unterschiedlichen Aspekten der künstlichen Intelligenz.
Am Institut für Geoinformatik der Uni Münster beschäftigen sich Oberstufenschüler der Anne-Frank-Gesamtschule im Rahmen der Projektwoche mit unterschiedlichen Aspekten der künstlichen Intelligenz. Foto: AFG

In Gestalt von Robotern, Computern oder anderen technischen Geräten kann künstliche Intelligenz (KI) das Leben erleichtern und wird daher zukünftig einen immer größeren Stellenwert haben. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat KI daher zum zentralen Thema des Wissenschaftsjahres 2019 gemacht. Unterschiedlichste Themenbereiche an der Schnittstelle von KI und Geoinformatik bilden deswegen auch den Schwerpunkt der aktuellen Zusammenarbeit des Instituts für Geoinformatik (IfGi) der Universität Münster mit Oberstufenschülern der Anne-Frank-Gesamtschule Havixbeck-Billerbeck.

Unter der Leitung von Dr. Thomas Bartoschek und Janina Bistron ermitteln die Schüler mit internationalen Masterstudierenden Daten zu Feinstaubbelastung oder Klimaentwicklung mittels selbst erstellter „sense-Boxen“. Diese Daten werden mit dem Ziel gespeichert, in Havixbeck und Umgebung aktuelle Informationen zu erfassen, mit denen künstliche Intelligenz anschließend arbeiten kann, so die AFG in einer Pressemitteilung.

Sogenannte Chatbots verhelfen Internetnutzern dazu, mit einem Klick Antworten auf Fragen zu erhalten, die etwa den Umweltschutz betreffen. Textbasierte Dialogsysteme, vergleichbar mit „Siri“ oder „Alexa“, sind solche Programme, die AFG- Schüler programmieren. Andere Computerprogramme setzen auf Bildanalyse. Wie man mit Hilfe von Algorithmen auf einen Klick relevante Informationen zur illegalen Abholzung des Regenwaldes darstellt, erfahren die Jugendlichen am Beispiel des Amazonas-Gebietes in Brasilien.

Künstliche Intelligenz hat allerdings auch Schattenseiten: Geben wir wichtige Entscheidungen über das Klima an den Computer weiter? Entscheiden Maschinen zukünftig über Leben und Tod? Wird der Mensch in Zukunft durch Roboter ersetzt? Rationalisieren wir uns selbst weg? Die Projektgruppe „Ethik und Film“ setzt sich mit solchen Fragen kreativ auseinander und stellt ethische Probleme in Kurzfilmen dar. Medientrainer des Bennohauses unterstützen die Gruppe technisch, Lehramtsstudierende übernehmen die Vorbereitung.

Zusammengefasst werden die Ergebnisse auf einer eigens dafür erstellten Website, die von einer Gruppe entwickelt wird. Eine Kommunikationsgruppe übernimmt die Öffentlichkeitsarbeit und begleitet die Projektwoche durch Internetbeiträge auf Instagram und Facebook.

„Das IfGi ist einer unserer interessantesten und verlässlichsten Kooperationspartner der Uni Münster“, hebt Schulleiter Dr. Torsten Habbel die Bedeutung der Zusammenarbeit hervor. „Manch ein Schüler hat hier seinen Traumberuf entdeckt“, sagt er und dankt Dr. Thomas Bartoschek, der erneut die Jugendlichen in die Räumlichkeiten der Uni eingeladen hat. „Für uns ist das eine Win-win-Situation“, sagt Bartoschek. „Unsere Studenten lernen, ihr Wissen zu vermitteln, die Jugendlichen haben die Chance, etwas zu lernen, das es an der Schule in der Form nicht gibt.“

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Die Präsentation der Ergebnisse findet öffentlich am morgigen Freitag (20. September) von 9.50 bis 11.20 Uhr im Forum der AFG statt.

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