Neues Baugebiet
Blick auf Baumberge garantiert

Havixbeck -

Bauwillige können in absehbarer Zeit in Havixbeck ein Haus bauen – mit Blick auf die Baumberge. Die Ackerfläche von der Münsterstraße bis hoch zum Bahnhof wird demnächst Bauland. Die Gemeindeverwaltung hat sich die Fläche von einem Eigentümer gesichert und wird diese auch komplett selber vermarkten.

Samstag, 21.09.2019, 06:00 Uhr
Noch steht die kleine Siedlung an der Münsterstraße für sich alleine. In absehbarer Zeit können aber auf dem jetzigen Acker Häuser gebaut werden. Die Planungen laufen dazu an.
Noch steht die kleine Siedlung an der Münsterstraße für sich alleine. In absehbarer Zeit können aber auf dem jetzigen Acker Häuser gebaut werden. Die Planungen laufen dazu an. Foto: Klaus de Carné

Wie viele Häuser dort gebaut werden können, ist zurzeit noch offen. Laut Bürgermeister Klaus Gromöller steht eine Fläche von rund 110 000 Quadratmetern (11 Hektar) zur Verfügung. Davon sollen 75 000 Quadratmeter Wohnbaufläche werden. „In zwei Bauabschnitten wird das Gebiet erschlossen und vermarktet. Wir wollen möglichst zügig im Parallelverfahren den notwendigen Flächennutzungsplan sowie den Bebauungsplan aufstellen“, sagte Bürgermeister Klaus Gromöller im Bauausschuss am Donnerstagabend.

Es gebe ein Programm „Bauland an der Schiene“, das die Planung so eines Baugebiets unterstütze. Dafür habe sich die Gemeinde beworben, um eine Rahmenplanung über das zu bebauende Gebiet hinaus für die Zukunft zu entwickeln, so Gromöller. Diese Planung nehme der Gemeinde nichts aus den Händen. Interessant sei dabei aber, den Bereich rund um den Bahnhof auch nach den neuesten Mobilitätsgedanken zu betrachten. „Diese Prozesse verbinden größere Zusammenhänge. Vielleicht sollten wir auch einen Wettbewerb dazu starten, um die Besonderheit zu unterstreichen“, so der Bürgermeister.

Für Fred Eilers (SPD) seien zunächst die Ziele des neuen Baugebietes noch zu wenig umrissen. „Was bekommen die Planer mit auf den Weg?“, lautete seine Frage. Er forderte schon jetzt, eine Quote für bezahlbaren Wohnraum zu berücksichtigen. Dies sei dringend erforderlich. Die Haustypen sowie die Radwege müssten neu überdacht werden.

Bürgermeister Gromöller möchte auch den Arbeitskreis Ortsentwicklung mit ins Boot holen. Nach seinen Vorstellungen müsse es eine Durchmischung der Bevölkerung geben. Es können auch nicht nur Einfamilien- und Doppelhäuser gebaut werden. Das Land NRW dränge darauf, eine höhere Verdichtung der Wohnbebauung zu realisieren, um den Flächenfraß zu verringern. „Wir haben hier die Möglichkeit, zeitgemäße Strukturen zu schaffen, die auch das Thema Energie und Ressourcen berücksichtigen müssen.“

Familien möchten weiterhin bauen, dies wisse die Gemeindeverwaltung. Zahlreiche Bewerber stünden auf den Listen. Deshalb müsse im neuen Wohngebiet auch eine weitere Kindertagesstätte gebaut werden. „Um den Bedarf zu decken, wäre es uns als Verwaltung am liebsten, dort schon vorab eine Kita zu bauen“, so der Bürgermeister. Die Kita am Standort „Frisse“ sei nur eine Lösung auf Zeit, so Klaus Gromöller.

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