Wirtschaftsförderungsausschuss
Klares „Ja“ zum neuen Konzept

Havixbeck -

Selten herrschte in der kommunalpolitischen Diskussion um die zukünftige Entwicklung des Baumberger-Sandstein-Museums eine derart große Einmütigkeit wie am Montagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Denkmal und Kultur.

Mittwoch, 25.09.2019, 06:00 Uhr
An dem für das Obergeschoss des Sandstein-Museums durch Impuls-Design entwickelten neuen Konzept der Dauerausstellung kann bei der jetzt favorisierten Planung weiter festgehalten werden. Verschiedene Bauepochen werden den Besuchern nähergebracht.
An dem für das Obergeschoss des Sandstein-Museums durch Impuls-Design entwickelten neuen Konzept der Dauerausstellung kann bei der jetzt favorisierten Planung weiter festgehalten werden. Verschiedene Bauepochen werden den Besuchern nähergebracht. Foto: Impuls-Design

Selten herrschte in der kommunalpolitischen Diskussion um die zukünftige Entwicklung des Baumberger-Sandstein-Museums eine derart große Einmütigkeit wie am Montagabend im Ausschuss für Wirtschaftsförderung, Tourismus, Denkmal und Kultur. Einstimmig empfahlen die Ausschussmitglieder dem Gemeinderat, die Verwaltung mit den Vorbereitungen zur Erarbeitung eines Förderantrags aus dem Programm „Heimatzeugnis“ des Landes Nordrhein-Westfalen zu beauftragen.

Grundlage für diesen Antrag sollen diese vom Arbeitskreis Baumberger-Sandstein-Museum erarbeiteten fünf Bausteine sein:

► Umgestaltung der Dauerausstellung auf der Grundlage des Konzepts vom Büro Impuls-Design in der überarbeiteten Fassung mit Shop und Kasse im Eingangsbereich, der neu im Bereich des Tennentors entsteht;

► Neubau eines Sanitärgebäudes neben der Sandsteinscheune;

► Nutzung der Sandsteinscheune als Raum für Wechselausstellungen und Veranstaltungen mit Räumen für Lager, Eingang und Garderobe;

► Nutzung der vorhandenen offenen Remise für die Präsentation von Exponaten und Angebote zum praktischen Umgang mit Sandstein;

► Schaffung einer neuen Remise im Museumsgarten für Ausstellungszwecke und als Magazin.

„Alle Gebäude können stehen bleiben und genutzt werden“, begrüßte Friedbernd Krotoszynski (FDP) den jetzt eingeschlagenen Weg. Ein großer Vorteil seien die geringeren Baukosten, ebenso sei von niedrigeren Folgekosten auszugehen.

„Mit dem Kompromiss können wird uns sehr gut anfreunden“, erklärte Wilfried Brüggemann für Bündnis 90/Die Grünen. „Es ist nicht mehr die ganz große, aber eine gute, funktionale Lösung.“

„Wir können als Fraktion da sehr gut mit leben“, signalisierte Ludger Messing die Unterstützung der SPD. „Schön, dass die Fördermöglichkeiten optimiert worden sind“, sagte er in Richtung der Gemeindeveraltung. Bürgermeister Klaus Gromöller erläuterte später in der Sitzung, dass im Programm „Heimatzeugnis“ ein Fördersatz von 80 Prozent der Investitionskosten gelte, bei Städtebaufördermitteln wären es nur 60 Prozent gewesen.

Wie zuvor die anderen Fraktionen richtete abschließend auch die CDU ihren Dank an den Arbeitskreis Sandstein-Museum. „Wir sehen das als gangbaren Kompromiss“, gab Mechthild Volpert-Bertling aus Sicht der Christdemokraten grünes Licht.

Fragen ergaben sich noch zum angepassten Konzept der Dauerausstellung. „Die ganz große Lösung gibt es nicht. Somit muss abgespeckt werden, auch bei der Dauerausstellung“, warf Fachbereichsleiterin Monika Böse ein. „Natürlich empfinde ich diese Einschnitte als schmerzlich, aber im Ergebnis wird es die Ausstellung nicht schmälern“, erklärte Museumsleiter Dr. Joachim Eichler. Die Pläne für das Obergeschoss blieben wie gehabt.

► Der Haupt- und Finanzausschuss befasst sich am 2. Oktober (Mittwoch) um 19 Uhr im Rathaus mit den Museumsplänen. Dann dürften verstärkt die Kosten des Projekts von den Kommunalpolitikern in den Blick genommen werden.

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