Konzertabend „Herztöne“
Weit weg von Alltäglichkeit

Havixbeck -

Ein musikalischer und literarischer Abend unter dem Thema „Herztöne“ fand in der Pfarrkirche St. Dionysius Gefallen bei den Besuchern. Das Konzert war Teil der Aktionsreihe „Öffnungszeit“.

Dienstag, 01.10.2019, 06:00 Uhr aktualisiert: 01.10.2019, 06:02 Uhr
Zum Ausklang des Wochenendes erfreuten (v.l.) Barbara Adams-Heidbrink, Olga Schonurowa, Monika Wellermann und Anne-Marie Mertens die Besucher mit einem musikalischen und literarischen Abend.
Zum Ausklang des Wochenendes erfreuten (v.l.) Barbara Adams-Heidbrink, Olga Schonurowa, Monika Wellermann und Anne-Marie Mertens die Besucher mit einem musikalischen und literarischen Abend. Foto: Kerstin Adass

„Es ist nichts mehr zu tun an diesem Sonntagabend. Die Seele kann baumeln.“ Mit diesen Worten begrüßte Pfarrer Siegfried Thesing die Zuhörer beim Konzert „Herztöne“ in der Pfarrkirche St. Dionysius. Den Anwesenden wurde zum Ausklang des Wochenendes ein sowohl musikalischer als auch literarischer Abend in der Havixbecker Kirche geboten.

Zwischen den klassischen Stücken las Monika Wellermann ausgewählte Textpassagen aus dem Buch „Herztöne“ des Geigenbauers und geistlichen Autors Martin Schleske . Dabei stach besonders das Motiv der Einheit heraus. Musik werde dann besonders, wenn der Musiker und sein Instrument miteinander verschmelzen, schrieb Schleske. „Eine gute Geige nimmt den Musiker an die Hand“, hieß es weiter in seinem neuesten Buch.

Das dies nicht nur für Geigen gilt, bewiesen Barbara Adams-Heidbrink (Sopran), Anne-Marie Mertens (Violoncello) und Olga Schonurowa (Klavier) mit Stücken wie Mozarts „Laudate Dominum“ aus „Vespare Solemnis“ und einem „Prière“, also einem Gebet, des Franzosen Camille Saint-Saëns.

Auch zwei Interpretationen des „Ave Maria“ von Schubert und Bach/Gounod durften in der St.-Dionysius-Kirche nicht fehlen. Das Stück „Instrumental 1“ des zeitgenössischen Komponisten Sebastian Zint fügte sich klanglich in die Reihe der ruhigen, eher kürzeren klassischen Stücke ein, die an diesem Abend vorgetragen wurden.

Die drei Musikerinnen konnten mit einem gefälligen, aber trotzdem eindrucksvollen Programm ihre Zuhörer beeindrucken. Barbara Adams-Heidbrinks klare Stimme konnte sich unter dem hohen Deckengewölbe klangvoll entfalten und bis in jede Ecke der Kirche dringen. Die ausgebildete Sopranistin verlieh der Musik eine Bandbreite an opernhaften Emotionen.

Untermalt wurde sie durch Anne-Marie Mertens und Olga Schonurowa, deren Zusammenspiel so selbstverständlich und leicht wirkte, dass sie Schleskes These über die Liebe zur Musik ein weiteres Mal bestätigten. Aber auch in Stücken ohne Gesang vermochten der warme Klang des Cellos und die flüssig vorgetragenen Passagen an Klavier und Orgel das Publikum in eine andere Welt zu versetzen – weit weg von Problemen und Alltäglichkeit.

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