Veränderungen bei Gottesdienstzeiten
„Versammlung – nicht Zerstreuung“

Havixbeck -

Bei den Gottesdienstzeiten der Pfarrgemeinde St. Dionysius und St. Georg sind Veränderungen unumgänglich. Die Zahl der Menschen, die sonntags regelmäßige in die Kirche gehen, ist in den vergangenen Jahrzehnten stark zurückgegangen. Hinzu kommt der Priestermangel.

Mittwoch, 02.10.2019, 06:00 Uhr
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn feierte im Januar mit der Gemeinde ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Dionysius. Seine Visitation lieferte auch Impulse für Veränderungen bei den Gottesdiensten, die jetzt in der Pfarrversammlung aufgegriffen wurden.
Weihbischof Dr. Stefan Zekorn feierte im Januar mit der Gemeinde ein Pontifikalamt in der Pfarrkirche St. Dionysius. Seine Visitation lieferte auch Impulse für Veränderungen bei den Gottesdiensten, die jetzt in der Pfarrversammlung aufgegriffen wurden. Foto: Maxi Krähling

Im Januar und Mai besuchte Weihbischof Dr. Stefan Zekorn die Katholische Kirchengemeinde St. Dionysius und St. Georg. Neben den Besuchen in den Einrichtungen fanden zwei Treffen mit den Leitungsgremien der Kirchengemeinde zum Austausch statt.

Zekorn war angetan von der Vielfältigkeit und Lebendigkeit, die er in Havixbeck, Hohenholte und Tilbeck wahrgenommen hat. Ebenso war er erstaunt über die Vielzahl von Angeboten der sonntäglichen Eucharistiefeiern und im Verhältnis dazu die Anzahl der Gottesdienstbesucher.

„Die Feier der Eucharistie am Sonntag sollte der Sammlung der Gemeinde und nicht ihrer Zerstreuung dienen“, so der Bischof. Die Sehnsucht nach Gemeinschaft und das Wir-Gefühl erlebbar zu machen, bedürfe einer entsprechenden Anzahl von Anwesenden, so seine Meinung.

In den vergangenen 70 Jahren ist die Zahl der Katholiken, die die sonntäglichen Eucharistiefeiern besuchen, stark zurückgegangen. Neben dem Priestermangel spiegelt sich gleichzeitig der Mangel an Gläubigen wider. „In der Tat könnten gut alle Sonntagsgottesdienstbesucher in zusammengelegten Gottesdiensten Eucharistie feiern“, sagt Pfarreiratsvorsitzende Maria Lohmann .

Im Austausch mit dem Seelsorgeteam und dem Liturgieausschuss befasst sich der Pfarreirat schon seit Längerem mit der Frage, wie eine Verbesserung aussehen könnte. Auch stellt sich die Frage nach geeigneten Gottesdienstformen. Ebenso gilt es, Kräfte zu bündeln. Lange Diskussionen sind dazu bereits geführt worden. „Ziel ist es, möglichst vielen Gemeindemitgliedern mit ihren Wünschen und Bedürfnissen entgegenzukommen“, so Lohmann. Eines sei aber auch klar: „Es ist unmöglich, allen Bedürfnissen gerecht zu werden.“ Immer werde es Menschen geben, denen die gewohnten Zeiten lieb geworden seien und die ihren sonntäglichen Tagesablauf darauf eingestellt hätten. Wichtig sei bei allen Überlegungen, dass in beiden Kirchen eine sonntägliche Eucharistiefeier stattfindet. Alternative Gottesdienstformen müssten ebenso ihren Raum haben.

Pater Kollig, Generalvikar des Erzbistums Berlin und zuvor Leiter des Seelsorgeamts im Bistum Münster, meint dazu: „Kirche kann sich nur entwickeln, wenn Menschen innerlich so frei sind, dass sie den Gewohnheiten nicht mehr Macht geben als den Veränderungen. Die Kirche steht vor der Aufgabe, diese Vielfalt auf Einheit hin zu verstehen und fruchtbar zu machen.“

„So freue ich mich, dass sich in unserer Gemeinde Christen ansprechen lassen, Wortgottesdienstfeiern zu gestalten. Sie können so diesem Wunsch nach Vielfalt begegnen und sind durchaus durch ihre von Pfarrer Thesing begleitete Schulung in der Lage, das Wort Gottes zu verkündigen“, berichtet Maria Lohmann. In den Sommerferien wurden in St. Georg sonntags Wort-Gottes-Feiern angeboten. Diese Laien sollen auch bei Abwesenheit eines Priesters einen Wortgottesdienst feiern. So könne dem Wunsch, dass kirchliches Leben im Ort bleibt, entsprochen werden.

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